{"id":75,"date":"2015-10-02T02:15:57","date_gmt":"2015-10-02T00:15:57","guid":{"rendered":"http:\/\/transfer.vdur.de\/Kunden\/ralf\/?p=75"},"modified":"2016-09-09T03:13:24","modified_gmt":"2016-09-09T01:13:24","slug":"fahrzeugtest-auf-island-2015","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/2015\/10\/02\/fahrzeugtest-auf-island-2015\/","title":{"rendered":"Fahrzeugtest auf Island 2015"},"content":{"rendered":"<p><strong>Islandreise 2015 &#8211; Teil 1<br \/>\nAnreise und der S\u00fcden<\/strong><\/p>\n<p>An alle Daheimgebliebenen,\u2028\u2028<br \/>\nNach 2 Tagen Kilometerfresserei bin ich in Hirtshals DK auf die F\u00e4hre gefahren. Die \u00dcberfahrt war recht unruhig, aber der Kapit\u00e4n hatte ein Einsehen mit den Passagieren. Zum einen wurden die Far\u00f6er Inseln durchquert, um Schutz vor zu starken Winden zu haben und zum anderen sind wir mit 14 Knoten dann noch einem Tiefdruckgebiet ausgewichen.\u2028\u2028Mit 4 Stunden Versp\u00e4tung und ohne die Fische zu f\u00fcttern haben wir unseren Zielhafen Seydisfj\u00f6rdur auf Island erreicht.\u2028<br \/>\nDie n\u00e4chste \u00dcberraschung: an ein Weiterkommen ist nicht zu denken. Der einzige Pass, der aus dem Tal f\u00fchrt, ist dicht; 2 Meter Neuschnee. Aber wir wollten es sowieso ruhig angehen lassen. <\/p>\n<p>Wir, das sind meine Wenigkeit und Martina, welche ich auf der F\u00e4hre kennengelernt habe. Sie hat ein Buch \u00fcber Island geschrieben und dient mir mit Ihren Orts- und Sprachkenntnissen als Reisef\u00fchrerin. Andersrum biete ich ihr eine rollende Unterkunft.\u2028 \u2028Die einzige Reiserichtung geht gen S\u00fcden. Der Norden ist zu und es herrscht noch Winter. Auf unserer Fahrt sehen wir Wasserf\u00e4lle, Lavafelder bis zum Horizont, Basaltklippen, und wundersch\u00f6ne Str\u00e4nde mit Lavasteinen von Sand- bis Kiesgr\u00f6\u00dfe.\u2028<br \/>\nGr\u00f6\u00dftenteils ist uns das Wetter gn\u00e4dig und es scheint die Sonne. Aber zwischendurch kommen immer wieder diese komischen wei\u00dfen Flocken vom Himmel. Und was am unangenehmsten ist, ist der eiskalte Wind, der sich manchmal bis zum Sturm ausw\u00e4chst und uns abendsmeist in unserem Fahrzeug in den Schlaf schaukelt.<br \/>\n\u2028Waren die ersten Campingpl\u00e4tzen zumindest personell schon besetzt, finden wir in Vig und am Skogarfoss nur teilweise zerst\u00f6rte Sanit\u00e4rgeb\u00e4ude und sonst nichts vor. Das bedeutet, man kann kostenlos auf dem Gel\u00e4nde n\u00e4chtigen.\u2028<br \/>\nDie Preise f\u00fcr Lebensmittel sind entweder deutlich teurer als bei uns zu Hause oder wir haben den richtigen Supermarkt noch nicht gefunden. \u2028Der Diesel kostet mal eben 1,40\u20ac\/L.\u00a0 \u2028<br \/>\nDie ersten Wochen sind nun um und in 4 Tagen kommt meine Frau zu Besuch. Ich hoffe Sie hat sich auf richtig winterliche Temperaturen eingerichtet.\u2028<br \/>\nSo und bevor der draussen herrschende Wind bei mir wieder Seekrankheit ausl\u00f6st, steige ich in meine Koje und werde Schafe z\u00e4hlen.\u2028\u2028Sch\u00f6ne Gr\u00fc\u00dfe aus dem winterlichen Island.<\/p>\n<p><strong>Islandreise 2015 &#8211; Teil 2<br \/>\nWestfjorde<\/strong><\/p>\n<p>An alle Daheimgebliebenen,<br \/>\nReykjavik\u00b4s Flughafen liegt ungef\u00e4hr 40 Km westlich am \u00e4ussersten S\u00fcdwestzipfel der Insel. Auf diesem Provinzflughafen nehme ich nun meine Frau in Empfang.<br \/>\nUnser Reisegebiet wird haupts\u00e4chlich der Nordwesten Islands &#8211; die sogenannten Westfjorde &#8211; sein. Zuvor geht es jedoch etwas ins Landesinnere um einige H\u00f6hlen zu besichtigen.<br \/>\nIm Informationszentrum von Pingvellir bedeutet man uns jedoch, dass die H\u00f6hlen nicht leicht zu finden seien und der Winter einen Zugang unm\u00f6glich gemacht hat. Ganz davon abzusehen, dass eine Gef\u00e4hrdung durch Steinschlag eine professionelle Ausr\u00fcstung und einen ortskundigen F\u00fchrer, den man jedoch gerne f\u00fcr uns auf treiben w\u00fcrde, erforderlich macht. Wir lehnen dankend ab und besuchen die einzige H\u00f6hle die dann noch \u00fcbrig blieb.<br \/>\n\u00dcber Gysir geht es dann noch bis zum ber\u00fchmten Gullfoss Wasserfall. Von dort sollte es dann eigentlich auf einer Hochlandpiste Richtung Westfjorde gehen. Aber der Winter lie\u00df auch dies nicht zu: Wintersperre. Also die ganze Strecke wieder Retour.<br \/>\nDas n\u00e4chste Reiseziel war dann die Halbinsel Snaefellsnes. An der n\u00f6rdlichen Seite wurden einige V\u00f6gel fotografiert bis wir den Fu\u00df des Gletschers Snaefelljokull erreicht haben. Hier soll es eine Piste direkt zum Gletscherrand geben. Mit viel Tatendrang machen wir uns also auf und fragen noch einen uns entgegenkommenden Einheimischen ob die Piste auch befahrbar sei. Alles kein Problem meint er. Nun nach 5 Km Schotter und Ger\u00f6llpiste stehen wir vor einem Schneebrett und nix geht mehr. Also 200 Meter r\u00fcckw\u00e4rts, wenden und wieder runter. Das alles auf einer einspurigen Gebirgspiste.<br \/>\nDann geht es eben auf Hauptstrassen auf die andere Inselseite. Hier wollen wir die \u201eSingende H\u00f6hle\u201c \u201eSonghellir\u201c besuchen. Sie liegt an der selben Piste zum Gletscher nur auf der s\u00fcdlichen Seite. Und dann 10 Meter vor dem Parkplatz bleibe ich ohne Diesel liegen. Mit meiner Frau und ihrem flauen Gef\u00fchl in der Magengegend ben\u00f6tige ich ca. 30 Minuten um die Einspritzpumpe zu entl\u00fcften und uns aus der ca. 25\u00b0 Schr\u00e4ge zu befreien. Meine Frau wird heute noch ganz blass wenn sie daran denkt.<br \/>\nAuf den Westfjorden waren die Touren dann nicht ganz so spektakul\u00e4r. Erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich hier nur noch zwei Ausfl\u00fcge. Der erste f\u00fchrte uns zu dem bekannten Wasserfall Dynjandi. Hier fahren wir auf einer gerade ge\u00f6ffneten Piste bis zu einer H\u00f6he von 500 Meter und haben bis zu 4 Meter Schnee direkt neben der Strasse. Die Schneefr\u00e4se war noch im Einsatz, aber der Ausblick auf diesen Wasserfall entsch\u00e4digt f\u00fcr alle Strapazen.<br \/>\nEin weiterer Ausflug f\u00fchrt uns, mal so gesagt, ans Ende der Welt. 70 Km zum Teil \u00fcbelster Piste mit bis zu 18% Gef\u00e4lle \/ Steigung um nachher in einem Ort vor einer stillgelegten Fischfabrik zu \u00fcbernachten. Aber die Tour war schon ein Abenteuer.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Entt\u00e4uschung erfuhren wir dann am Tag der Abreise meiner Frau an der ber\u00fchmten Blauen Lagune. Zum einen war sie morgens um 10 Uhr 30 schon ausgebucht und zum anderen sollte der Eintritt in diese Massenbadewanne dann auch noch zwischen 35 und 165 EURO !!! kosten. Ohne uns. So fahren wir dann an die K\u00fcste zum Koffer packen. \u00a0 \u00a0<br \/>\nViele Gr\u00fc\u00dfe aus dem Norden Europas<\/p>\n<p><strong>Islandreise 2015 &#8211; Teil 3<br \/>\nHeimaey &#8211; Hauptinsel der Vestmannaeyjar<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem meine Frau ihren Heimflug angetreten hat, mache ich mich auf, die s\u00fcdlich Islands liegende Inselgruppe der Vestmannaeyjar zu erkunden. Auf der Hauptinsel Heimaey (sprich: h\u00e4iman\u00e4i) werde ich vom Martina, meiner F\u00e4hrbekanntschaft, und Ruth, einer deutschst\u00e4mmigen seit ca. 31 Jahren auf Heimanaey lebenden Isl\u00e4nderin, erwartet. Ruth betreibt ein G\u00e4stehaus, sprich, sie vermietet ein paar Zimmer und bietet individuelle Inself\u00fchrungen an. <\/p>\n<p>Wer h\u00e4tte gedacht, dass man auf einer Insel eigentlich fast alles erleben kann, was ganz Island zu bieten hat.<br \/>\n1.) Ein Lavafeld, gerade mal 40 Jahre alt<br \/>\n2.) Brotbacken auf einem Vulkan<br \/>\n3.) Mineraliensammeln in unterschiedlich alter Vulkanlava<br \/>\n4.) Vogelbeobachtung<\/p>\n<p>Nun wer sich vorstellt, dass man mit einer \u00e4lteren Dame (ca. 60 , das genau Alter einer Dame sagt man nicht) als Tourguide, seine Ruhe hat, kennt Ruth nicht. Mit sicherem Schritt geht sie voran, erkl\u00e4rt viel und l\u00e4sst sich selbst durch meine dauernde Fragerei nicht au\u00dfer Atem bringen.<\/p>\n<p>So erfahre ich einiges \u00fcber den letzten Vulkanausbruch hier auf der Insel, als alle Bewohner in k\u00fcrzester Zeit evakuiert werden mussten. Dies gelang jedoch auch nur weil alle Fischerboote im Hafen lagen. Ein Teil des Hauptortes wurde damals &#8211; 1973 &#8211; mit Vulkanasche bedeckt. Diese war zum Teil so leicht, dass sie auf dem Wasser schwamm. An einem Haus ist die damalige Dramatik noch heute zu erkennen. Man stelle sich die T\u00fcr zu seinem Garten vor, 2 Meter davon entfernt ein kleiner Schuppen und kaum 1 Meter weiter die erkaltete Lava mit einer H\u00f6he von 1,5 Meter. Es h\u00e4tte wohl nicht viel gefehlt und auch dieses Haus w\u00e4re ein Opfer der Lava geworden. Durch die ausstr\u00f6mende Lava wurde die Einfahrt zum Hafen von ca. 3 km auf eine Breite von 900 Meter reduziert. Und lange wusste man nicht wer st\u00e4rker war, die Freiwilligen an den Wasserpumpen oder der Vulkan mit seiner Lava.<\/p>\n<p>Auf so einem erloschenen Vulkan l\u00e4sst sich auch vorz\u00fcglich dinieren. Nun, das h\u00f6rt sich ja gut an. Aber h\u00e4tte ich gewusst, dass davor eine Bergbesteigung oder besser eine Vulkanbesteigung steht, h\u00e4tte ich dankend abgelehnt. Nun denn, nichts b\u00f6ses ahnend lasse ich mich auf dieses Abenteuer ein. So steigen wir zu Dritt mit Kamera und Rucksack bewaffnet auf einen Vulkan. Mit zunehmender H\u00f6he nimmt leider auch der Wind zu; Sturm w\u00fcrde hier wohl besser passen. Und die einzige Wolke am Himmel hatte heute Abend wohl das gleiche Ziel und l\u00e4sst uns nicht nur im Sturm wanken, sondern begiesst uns auch noch ordentlich. Nicht zu erw\u00e4hnen brauche ich hier, dass der Regen horizontal fliegt. Trotz aller Widrigkeiten werden der mitgebrachte Brotteig und die Br\u00fchw\u00fcrstchen in Spalten hei\u00dfer aufsteigender Gase ( bis zu 328\u00b0C) gesteckt und die Erdw\u00e4rme tut ihre Arbeit. Abschlie\u00dfend muss ich sagen ein super, wenn auch feuchtes Abenteuer mit einem Licht zum Fotografieren &#8211; einfach grandios!!<\/p>\n<p>Auf einigen Wanderungen entlang der K\u00fcste und \u00fcber Lavafelder lassen sich diverse Mineralien finden. Hat man erst einmal ein Auge f\u00fcr die bunten im Lava eingeschlossenen Gase entwickelt, finden sich haufenweise Exemplare und man weiss nicht mehr, welche man mitnehmen soll und welche nicht. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit den Kristallen, die man hier finden kann. Einheimische nennen Sie einfach \u201eLavaglas\u201c. Und wer dann seine Nase gelegentlich vom Boden l\u00f6sen kann, wird immer mit einem Blick \u00fcber eine grandiose K\u00fcstenlandschaft belohnt.<\/p>\n<p>Nicht ohne Grund wird Heimaey auch als die Vogelinsel bezeichnet. Neben Enten, G\u00e4nsen, Austernfischern, Rotschenkeln und diversen sonstigen V\u00f6geln ist auch der Papageientaucher auf der Insel kein seltener Gast. Es gibt sogar die M\u00f6glichkeit aus einer Schutzh\u00fctte heraus diese bunten V\u00f6gel an ihren Bruth\u00f6hlen zu beobachten. Zu meiner Zeit war an dieser Schutzh\u00fctte auch ein franz\u00f6sisches Forscherteam damit besch\u00e4ftigt einen Dokumentarfilm \u00fcber die Papageientaucher zu drehen. Leider ist es in diesem Jahr, wie mit vielem, dass der Fr\u00fchling einen Monat sp\u00e4ter beginnt als \u00fcblich. Die Papageientaucher lie\u00dfen also auf sich warten. Zwischenzeitlich h\u00f6rte man von den Franzosen, dass sie zumindest im Wasser vor der Insel schon gesichtet wurden. Mit Geduld und Spucke kommt der Fotograf ans Ziel. Oder anders: Irgendwann wollen auch diese Seev\u00f6gel ihre Bruth\u00f6hlen beziehen.<\/p>\n<p>Zu guter letzt m\u00f6chte ich noch anmerken, dass eine Anreise nach Heimaey nicht immer so einfach ist. Sie ist abh\u00e4ngig von der Wellenh\u00f6he an der K\u00fcste. Bis zu einer H\u00f6he von 2,50 Meter wird die kurze Strecke nach Landeyjah\u00f6fn bedient. Bei hohem Seegang nur die lange Verbindung nach Porlaksh\u00f6fn. Das erf\u00e4hrt man, mit etwas Gl\u00fcck, einen Tag vorher. Nun die F\u00e4hrh\u00e4fen liegen ja nur ca.90 Km von einander entfernt. Aber auch das haben wir gemeistert, mein Albatros und ich.<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df w\u00fcnsche ich allen eine gute Zeit bis zum n\u00e4chsten Bericht aus Island<\/p>\n<p>PS: Das Hochland, oder auch Islands Zentrum bleibt immer noch wegen Schneefalls gesperrt. So ein Sch\u2026\u2026..!!<\/p>\n<p>euer Ralph<\/p>\n<p><strong>Islandreise 2015 &#8211; Teil 4<br \/>\nWestfjorde &#8211; Heimaey &#8211; Hochland<\/strong><\/p>\n<p>Hallo alle Daheimgebliebenen,<br \/>\nNeben einigen Inseln gibt es in Island auch die Westfjorde. Man stelle sich einfach eine Hand mit vielen Fingern vor. So &#8211; oder so \u00e4hnlich &#8211; sehen die Westfjorde aus. Sachlich ausgedr\u00fcckt hei\u00dft das nichts anderes als: ca. 25% der Landmasse und ca. 80% der K\u00fcstenlinie Islands sind die Westfjorde. Nun kann man sich in etwa vorstellen, wie lange es dauert von einer Fjordspitze bis zur n\u00e4chsten zu gelangen. Luftlinie ca. 20 km aber ein Fjord von ca. 20 bis 60 km Tiefe dazwischen hei\u00dft ein Umweg von 40 bis 120 km. Und das nicht auf Strassen sondern auf den zum Teil \u00fcbelsten Pisten mit einer Reisegeschwindigkeit von max. 30 Km\/Std. Man braucht also viel Zeit zum Umfahren. <\/p>\n<p>Die Strasse 570 um den Snaefelsj\u00f6kull ist immer noch wegen Eis und Schnee gesperrt. So versuchen wir es dieses Mal mit einer Umrundung.<\/p>\n<p>Westlich von Rif kann man immer noch K\u00fcstenseeschwalben fotografieren. Jetzt muss man jedoch mit Angriffen auf Kopfhaut und Haare gefasst sein, da die Seeschwalben ihre Nester energisch verteidigen. <\/p>\n<p>Ganz im Westen steht ein Leuchtturm mit dem Namen \u00d6ndverdames. Der Weg dorthin f\u00fchrt durch ein einzigartiges Lavafeld. Der Wagen stellt sich quer, und wir haben ordentlich zu tun um mit dem Dickschiff keinen Blechschaden zu verursachen. Die Brandung hier an der felsigen K\u00fcstenlinie ist wegen des starken Windes recht ordentlich. Sascha zieht es immer wieder zum Wasser. Er meint sich den Naturgewalten stellen zu m\u00fcssen.<br \/>\nNachdem wir beide ziemlich durchn\u00e4sst sind geht es weiter zur S\u00fcdseite, um einen windgesch\u00fctzten \u00dcbernachtungsplatz zu finden. Leider ist das keine so gute Idee. In Anastarpi pfeift der Wind dermassen, dass wir von Gl\u00fcck reden k\u00f6nnen, noch alle Solarzellen zu besitzen. \u00dcbernachtet wird dann einigen Kilometer weiter und etwa 2 Km von der K\u00fcste weg in windgesch\u00fctzter Lage. <\/p>\n<p>\u00dcber Stykkisholmur verlassen wir diese Halbinsel mit Ziel Latrabjerg. Latrabjerg ist ein bekannter Vogelfelsen mit einer L\u00e4nge von ca. 13 km. Es ist ebenso der westlichste Punkt von Island. In Stykkisholmur besuchen wir noch ein Vulkanmuseum. Als ich mit Ute vor einigen<br \/>\nWochen hier war, haben wir den unscheinbaren Bau \u00fcbersehen. Die Information und die Darstellung der vulkanologischen Zusammenh\u00e4nge ziehen jedoch jeden in ihren Bann. Uns zieht es jedoch weiter nach Nordwesten.<br \/>\nDen Vogelfelsen erreichen wir dann auf unterschiedlichsten Strassenbel\u00e4gen. Die Weitsicht und die sich \u00fcberall ergebenden Panoramen lassen keine Langeweile aufkommen. Am Vogelfelsen<br \/>\nAngekommen, geht es zur ersten Erkundung mit schwerem Gep\u00e4ck auf Fotopirsch. Das Gl\u00fcck des T\u00fcchtigen sind dann brauchbare Fotografien von Seev\u00f6geln wie: M\u00f6ven, K\u00fcstenseeschwalben, Papageientauchern und zum Schluss noch ein Adler!!!! Ehrlicherweise muss jedoch gesagt werden, dass es sich bei dem Adler um einen Kolkraben gehandelt hat. Dass konnten mir aber auch erst ein paar Tage sp\u00e4ter Ornitologen ein mit Sicherheit sagen.<\/p>\n<p>Nach den Westfjorden sollte das Isl\u00e4ndische Hochland folgen, aber mit der Freigabe der Pisten muss man dieses Jahr aufgrund des harten und langen Winters noch warten. Als Alternative zum Hochland besuchen wir noch mal die Insel Heymaej von der ich ja schon berichtet habe und wir vertreiben wir uns die Zeit mit typisch isl\u00e4ndischen Spezialit\u00e4ten wie Gammelhai und Brennivin. Ohne den Schnaps sollte man den Hai nicht versuchen, zu sich zu nehmen; er bleibt einem bestimmt im Hals stecken.<\/p>\n<p>Der S\u00fcdwesten hat auch einiges zu bieten. So kann man hier hei\u00dfe Quellen mit nach faulen Eiern riechendem Wasser und Schlamm besichtigen. Sieht gut aus ist aber wohl auch nicht Jedermanns Sache.<\/p>\n<p>Am 29. Juni war es dann soweit: Die ersten Hochlandpisten wurden ge\u00f6ffnet. Unser erster Versuch das Hochland zu queren erfolgte \u00fcber die F35. Sie f\u00fchrt genau zwischen zwei Gletschern &#8211; dem Langj\u00f6kull und dem Hofsj\u00f6kull &#8211; von S\u00fcd nach Nord. Die Piste war in einem guten, weil frisch pr\u00e4pariertem, Zustand. Die Eindr\u00fccke, welche man hier oben sammeln kann, sind sehr beeindruckend. Aber auch hier sagen Bilder mehr als Worte. Und als wir zwecks Kartenstudium an einer Abzweigung anhielten, sprachen uns anderer Autofahrer an ob wir zwei Spaniern helfen k\u00f6nnten, die sich im Schnee festgefahren haben. Hilfe zu leisten ist in solchen Gegenden oberstes Gebot. Also runter von der Hauptpiste und nach ca. 1 Km standen sie da. Zwei Spanier mit Ihrem PKW mitten auf der Piste und mit dem kompletten Unterboden auf einem Schneehaufen sitzend. F\u00fcr unseren Albatros war die Bergung eine Kleinigkeit, f\u00fcr die Spanier eine riesen Erleichterung, wof\u00fcr sie sich mit zwei Portionen Salami bedankten. Die Salami war so lecker, dass wir nach ca. 2 Wochen sagten : Wo sind die Spanier, kann man sie wieder retten &#8211; gegen Salami nat\u00fcrlich?<\/p>\n<p>Nach dieser kleinen Abwechslung ging es weiter bis zu unserem<br \/>\n\u00dcbernachtungsplatz am Gletschersee des Langj\u00f6kull. Eine traumhafte Sicht. <\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Ziel waren die hei\u00dfen Quellen von Kerlingarfj\u00f6ll. Bis zu diesem Ziel kamen wir jedoch nicht. Unser Albatros hat bei einem Schneebrett ohne mein zutun beachtliche Seitw\u00e4rtsbewegungen Richtung Tal vollzogen. Da erschien es mir sicherer umzudrehen. So n\u00e4chtigten wir auf dem C-Platz Asgardor. Von hier h\u00e4tten wir die hei\u00dfen Quellen zu Fu\u00df erreichen k\u00f6nnen, aber 6 Std. hin und 6 Std. zur\u00fcck waren uns einfach zu viel.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag geht es weiter durch das Hochland nach Hveravellir. Dort soll es wieder hei\u00dfe Quellen und einen Hotpot geben. Hotpot, in dieser nat\u00fcrlichen Badewanne trifft man sich zur Entspannung und zum Aufw\u00e4rmen. Das Wasser in dieser Badewanne ist meist so um die 40\u00b0 C, hier kann man den Zulauf noch regulieren, indem man den<br \/>\nWarmwasserzulauf aus dem Pool heraus nahm. <\/p>\n<p>Ach ja, dann waren da ja noch die Engl\u00e4nder die versucht hatten eine Pf\u00fctze zu umfahren und sich dabei im weichen Untergrund festfuhren. Wer hilft? &#8211; Nat\u00fcrlich Albatros. <\/p>\n<p>\u00dcber kleinere Nebenwege (Die Hauptpiste wurde uns zu langweilig) verliessen wir das Hochland. Wie es uns im Norden ergangen ist berichte ich beim n\u00e4chsten Mal. Wenn ich dann auch einen Internetzugang finde.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe aus Island<\/p>\n<p><strong>Islandreise 2015 &#8211; Teil 5<br \/>\nDer Norden und wieder zur\u00fcck durchs Hochland<\/strong><\/p>\n<p>Ein Hallo an Alle,<\/p>\n<p>heute m\u00f6chte ich ein wenig \u00fcber Islands Norden berichten. Nach dem wir das Hochland auf der F35 erfolgreich \u00fcberwunden haben, fahren wir an Island Nordk\u00fcste. Hier oben im Norden soll es neben den V\u00f6geln auch Wale zu beobachten geben. Leider spielt das Wetter diesmal nicht mit.Dichter Nebel gibt weder den Blick auf die angeblich hier vorhandenen Berge frei, noch ist es das optimale Licht zum Fotografieren. So gelangen wir ohne diese ewigen Fotostops recht schnell nach Siglufj\u00f6rdur. Dies ist eine recht beschauliche Hafenstadt mit einem C-Platz mitten in der Stadt direkt am Pier. Die Wassern\u00e4he beschert uns dann auch noch eine neue Bekanntschaft, eine Einhandseglerin aus Deutschland auf ihrer Weltumrundung. <\/p>\n<p>Das erste Erw\u00e4hnenswerte, typisch Isl\u00e4ndische, ist die Strassenf\u00fchrung auf der 76 hinter Siglufj\u00f6rdur. Hier erleben wir unseren ersten &#8222;Einbreid G\u00f6nng&#8220;. Von den &#8222;Einbreid Bru&#8220; den einspurigen Br\u00fccken, habe ich wohl schon erz\u00e4hlt. Nun, der G\u00f6nng ist nichts anderes, als der einspurige Tunnel mit Ausweichbuchten. Das w\u00e4re alles nicht so wild, wenn die erste Begegnung mit solch einem Bauwerk nicht 15 Km lang gewesen w\u00e4re. Ich war froh als ich mit Albatros wieder das Tageslicht erblicken konnte. <\/p>\n<p>\u00dcber Dalvik und Akureyri erreichen wir Grenevik. Da uns die lezten Orte nicht besonders ansprachen, beschlie\u00dfen wir unser Nachtlager soweit wie m\u00f6glich im Norden an der K\u00fcste aufzuschlagen. In unserer Strassenkarte ist dort ein Fahrweg eingezeichnet. Nun gut, ich w\u00fcrde diese Fahrspur eher als Treckerpiste bezeichnen. Man kann eine Reisegeschwindigkeit von 20 Km\/h nicht \u00fcberschreiten. Nach etwa 2 st\u00fcndigem Gerappel und Geschaukel ist f\u00fcr uns endg\u00fcltig Feierabend. Ohne ein \u00dcberma\u00df an Risiko ist eine Weiterfahrt einfach nicht machbar. Unser \u00dcbernachtungsplatz ist zwar in traumhafter Natur gelegen, aber von den hier vorkommenden Walen bekommen wir keinen zu Gesicht. Am n\u00e4chsten Morgen hei\u00dft es dann, den ganzen Weg wieder zur\u00fcck. Und dann pl\u00f6tzlich, Martina bekommt nur ein gestammeltes &#8222;da da da&#8220; heraus, sehen wir ihn, einen springenden Buckelwal in unserer Bucht. <\/p>\n<p>Voller Zuversicht machen wir uns auf den Weg zum Myvatn, oder auf deutsch gesagt: &#8222;M\u00fccken See&#8220;. Das miese Wetter hat hier auch seinen Vorteil, den Plagegeistern ist es hier zu nass und sie kommen nicht raus. Leider bringt die erste Umrundung des Myvatn entsprechend dem Wetter eine geringe Fotoausbeute. Das sollte sich einige Tage sp\u00e4ter grundlegend \u00e4ndern. Nun ist man aber nicht in Island um an einem See zu fotografieren. Also machen wir uns wieder auf ins Hochland. Unsere Ziele sollten diesmal ein Vulkan Krater mit See und ein Gletscher sein.<\/p>\n<p>Der Kratersee der Askija ist ein Highlight dieser Reise. So machen wir uns daran unser Auto f\u00fcr solch eine Reise vorzubereiten. Den ersten Test unserer Ausr\u00fcstung erproben wir auf dem Weg zum Dettifoss. Auf dem Weg dorthin kommen wir an den Quellen von Hverir vorbei. Die Farben im Gel\u00e4nde sind fantastisch, der Geruch bestialisch und die anhaftenden Erinnerungen an den Schuhen lehmig penetrant. Die Stra\u00dfe ist auf der Seite der 862 bis zum Wasserfall geteert. Danach beginnt die Piste.Ist sie auf der Westseite noch einigerma\u00dfen passabel, so haben wir uns f\u00fcr die R\u00fcckfahrt auf der 864 eine f\u00fcrchterliche Wellblechpiste ausgesucht. Der Wasserfall ist von der Ostseite jedoch in sch\u00f6nerem Licht zu fotografieren. Und kurz bevor wir die Piste wieder verlassen k\u00f6nnen, treffen wir auf einen Konvoi der besonderen Art: Mindestens 15 Wohnmobile aus Italien und nur die Frauen am Steuer. Die dazugeh\u00f6rigen Machos schliefen auf dem Beifahrersitz. <\/p>\n<p>Nachdem ich nach diesen R\u00fcttelpisten keine gr\u00f6\u00dferen Reparaturen vornehmen musste, trauen wir uns nun auf die n\u00e4chste Etappe. Ziel ist der Vulkan Askija. Um die 1000 Meter hoch mit 2 Kraterseen ein lohnendes aber auch sehr beliebtes Ziel in Island. Unser Ausgangspunkt ist M\u00f6drudalur schon auf der F905 gelegen. Von hier aus ist es nicht ganz so weit zum Ziel wie vom Myvatn. Diese, sagen wir mal Station, hat neben Unterk\u00fcnften auch eine Tankstelle der besonderen Art.<br \/>\nDie Fahrt auf die Askija f\u00fchrt durch einen Nationalpark der, aufgrund der vielen Touristen, durch Ranger st\u00e4ndig \u00fcberwacht wird. Die Strecke durch den NP ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und durch die Streckenf\u00fchrung und die Furten sehr anstrengend. Da ist man dann froh, wenn man f\u00fcr eine Kaffeepause alles dabei hat. Nur ist das Anhalten und Verlassen der Fahrspur im NP nicht erlaubt. Dar\u00fcber kl\u00e4rte mich eine freundliche Rangerin auf. Das hatte dann zur Folge, dass die von mir verursachten Spuren wieder beseitigt werden mussten. In meinem Fall sah das dann so aus, dass die Fahrspuren mit Rechen und Besen zu beseitigen waren. Das kann dann auch nicht jeder von sich behaupten, er h\u00e4tte den Nationalpark gefegt! Nach einer Belehrung was man darf und was nicht, sowie einiger Verhaltensregeln bei Gegenverkehr setzen wir unsere Fahrt fort.<br \/>\nSo gegen 17 Uhr erreichen wir dann die Rangerstation mit C-Platz. Beim Einchecken erkl\u00e4rt uns der Ranger, wenn wir zum Kratersee wollten, sollten wir dies heute noch tun, weil f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage unbest\u00e4ndiges Wetter (Regen) vorher gesagt sei.<\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich nach der anstrengenden Fahrt jetzt meine F\u00fcsse hochlegen doch nach dieser Wettervorhersage sehe ich mich jedoch kurz darauf in voller Montur den verschneiten Berg erklimmen. Vom zentralen Parkplatz, wo wir noch den letzten Stellplatz ergattern konnten, geht es 4,5 Km \u00fcber 30 &#8211; 50 cm tiefen, verharschten Pappschnee den Berg hinauf. Als wir oben ankommen, ist die Sonne nat\u00fcrlich schon hinter Wolken verschwunden. Ausserdem liegt der kleinere See im Bergschatten der Sonne, also absolute falsche Zeit f\u00fcr vern\u00fcnftige Fotos. Nach kurzer Rast machen wir uns an den Abstieg und sind nach fast 4,5 Std total fertig und mit schmerzenden Gelenken zur\u00fcck am Unimog. <\/p>\n<p>F\u00fcr den zweiten Tag unseres Aufenthaltes hatten wir geplant an einen der bekannten Vulkangletscher, den &#8222;Bardarbunga&#8220;, heran zu fahren. Davon r\u00e4t man uns jedoch wegen des zunehmenden Sturms ab. Als Alternative schl\u00e4gt man uns eine Tour nach Herdubreid, zum Fu\u00df der &#8222;Majest\u00e4t&#8220;, vor. Der eindeutige Vorteil liegt darin, dass es schon ein St\u00fcck Richtung Norden und somit zur\u00fcck in die Zivilisation f\u00fchrt. Um den C-Platz zu erreichen, ist dann noch ein ordentlicher Bach zu furten. Am letzten Tag unserer Askija Rundfahrt warten dann noch ein paar besondere Herausforderungen auf uns. Das Wetter ist mies und wenn mann mal einen Blick auf die umliegenden Berge erhaschen kann erkennt man &#8211; Neuschnee. Das Wetter sollte jedoch nicht f\u00fcr die gr\u00f6sste Aufregung sorgen. Dann schon eher der einheimische Busfahrer, der mit einer Ladung Italiener in einem der gr\u00f6\u00dften Zufl\u00fcsse des Dettifoss hilflos stecken blieb bis, ja, bis unser Albatros ihn wieder aus dem Wasser zog. Ich war mir der &#8222;Danke Busserln&#8220; der Italiener (alles Rentner) sicher.(Salami w\u00e4re mir lieber gewesen!). <\/p>\n<p>Neben vielen Kurven und zahlreichen Furten l\u00e4sst sich die F88 gut fahren. Nur einmal rutscht mir das Herz in die Hose, als ich einen H\u00fcgel \u00fcberwinde und sich von oben der Blick auf einen scheinbar unendlichen See \u00f6ffnet. Nach kurzer Ortserkundung fahren wir entlang des Ufers, wo wir die meisten Spuren ausmachen. Am Ende der Piste F88 werde ich dann noch von anderen Touristen gestoppt, die sich nach dem Zustand der Piste erkundigen, denn hier steht ein Schild &#8222;wegen \u00dcberflutung gesperrt&#8220;.<\/p>\n<p>Nach dem Abenteuer Hochland legen wir erst einmal eine kleine Pause am Myvatn ein. Myvatn heisst \u00fcbrigens M\u00fcckensee. Hier soll es Fliegen bzw. M\u00fccken geben, die sich in alle<br \/>\nK\u00f6rper\u00f6ffnungen st\u00fcrzen. Zum Gl\u00fcck scheint es dieses Jahr zu kalt f\u00fcr diese Viecher zu sein. So k\u00f6nnen wir den Myvatn ungest\u00f6rt erkunden.<\/p>\n<p>Der Sommer setzt sich nun auch in Island immer mehr durch und immer mehr Pisten<br \/>\nwerden im Hochland ge\u00f6ffnet. So brechen wir zu einer weiteren \u00dcberquerung auf. Diesmal soll es auf der Sprengisandur-Route, auf der F26, von Godafoss nach Landmannalaugar gehen. Wieder begleiten uns niedrige Wolken und Nebelb\u00e4nke durch das Hochland. Wie durch einen Sehschlitz nimmt man die umliegenden Berge war. Die grandiose Landschaft wird nur noch getopt von den immer anspruchsvoller werdenden Furten. An einer solchen Furt schaue ich mir erst einmal an, wie das ein Einheimischer macht. Dieser sieht wie ich ihn beobachte und kommt zu meinem Fahrzeug. Er erkl\u00e4rt mir den richtigen Weg durch das Nass, um schlussendlich zu bemerken &#8222;mit dem Auto sollte das alles kein Problem sein&#8220;. Bei dieser Furt hatte ich jedoch 2 Mal kurz das Gef\u00fchl als ob sich der Unimog festfahren w\u00fcrde; von dem ganzen Geschaukel einmal abgesehen. Am Ende dieser Tour liegt Landmannalaugar, ein Gebiet mit hei\u00dfen Quellen und bunten Bergen. Hier wird einem zu ersten mal vor Augen gef\u00fchrt, was Hauptsaison und offenes Hochland bedeutet: Eine Touristenschwemme.<\/p>\n<p>Nach diesen anstrengenden Wochen ist jetzt wieder eine Erholungsphase angesagt. Die<br \/>\nVerbringen wir wieder auf Heimaey mit 3 t\u00e4gigem Festival mit Livemusik und Feuerwerk.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe aus dem hohen Norden<br \/>\nEuer Ralph<\/p>\n<p>P.S. An alle mitlesenden Amateurfunker. Eine weitere Kontaktaufnahme ist nicht mehr m\u00f6glich. Habe mir auf einem der letzten Campingpl\u00e4tze meine letzte Antenne zerst\u00f6rt. Man sollte sie auch einholen bevor man rangiert. 73<\/p>\n<p><strong>Islandreise 2015 &#8211; Teil 6<br \/>\nFestival auf  Hejmaey und Die Flucht vor dem Regen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Hallo an Alle,<\/p>\n<p>hatte man mir vor einiger Zeit die Teilnahme an diesem einmaligen Festivals ans Herz gelegt, kommen mir manchmal doch gewisse Bedenken, wenn man die Ver\u00f6ffentlichungen in den Medien liest. Dort kann man dann von Alkoholexzessen, Vergewaltigungen und noch weiteren kriminellen Handlungen lesen. Nun denn, das Ticket war schon vor einiger Zeit bestellt und so wird es auch genutzt. Das Erste was einem bei der Anreise am Hafen auff\u00e4llt, sind die mal eben so in die Landschaft gebauten Parkpl\u00e4tze um die ganzen Fahrzeuge der G\u00e4ste aufzunehmen, die f\u00fcr ihren Wagen keinen Platz mehr bekommen haben. Der F\u00e4hrplan ist dann auch auf diesen Ausnahmezustand angepasst. Statt dreimal am Tag geht sie nun alle 2 Stunden. Auf der Insel merkt man die Ankunft einer neuen F\u00e4hre daran, das immer dann einige Gruppen singender Jugendliche durch die Strassen Richtung Festivalgel\u00e4nde laufen. Um es vorweg zu nehmen:  Unangenehme Situationen habe ich , wenn man von betrunkenen Zuschauern einmal absieht, nicht erlebt.<\/p>\n<p>Das Festivalgel\u00e4nde ist auf dem Platz des Campingplatzes aufgebaut. Wer campen will, und das tun fast alle, der muss auf Alternativpl\u00e4tze ausweichen. Auch diese sind nur wegen des Festivals angelegt worden. Man bekommt also immer mehr den Eindruck die Insel steht Kopf f\u00fcr das Festival. Auf dem Gel\u00e4nde selbst gibt es dann Zelte f\u00fcr die einheimische Bev\u00f6lkerung. Das sind in der Regel 4&#215;6 m Pavillons, in die die Mieter dann mit Bodenbelag und M\u00f6beln bis hin zum Kronleuchter einziehen.<br \/>\nDas Musikprogramm beginnt am Nachmittag und endet gegen Mitternacht. Danach wird dann in den Zelten weitergefeiert und musiziert.Und damit sich die Einheimischen auch wie zu Hause f\u00fchlen, werden die Gassen zwischen den Zelten mit hiesigen Strassennamen versehen. Die G\u00e4ste haben es da schon etwas schwerer. Sie sind am Rand des Festivals untergebracht und auch noch ohne Strassennamen. Ein Teil des benachbarten Golfplatzes wird dann einfach zum Campinggel\u00e4nde; bei uns unvorstellbar.<\/p>\n<p>Nach dem Festival hole ich Ute wieder in Keflavik am Flughafen ab. Ihr zweiter Besuch soll uns an der S\u00fcdk\u00fcste bis in die Ostfjorde bringen. Dort erliegen wir einem besonderen Fieber; doch dazu sp\u00e4ter mehr. <\/p>\n<p>Vom Flughafen fahren wir jedoch erst einmal ins Hochland. F\u00fcr Ute das erste Mal. Unser Ziel ist Landmannalaugar mit den bunten Bergen und den hei\u00dfen Quellen. Die Fahrt an sich ist schon ein Abenteuer. Der Stra\u00dfenbelag reicht von Asphalt bis zur \u00fcbelsten Wellblechpiste und die Furten sollen auch nicht vergessen werden. Auf der R\u00fcckfahrt alleine 31!! (von anderen Deutschen gez\u00e4hlt). <\/p>\n<p>Landmannalaugar ist ein traumhaftes Wanderparadies in traumhafter Natur. Im krassen Gegensatz dazu ist der Campingplatz eine reine Massenveranstaltung mit wenig Leistung zu horrenden Preisen. Auch wir k\u00f6nnen uns der Natur nicht entziehen. So machen wir uns auf die Umrundung eines Berges. Wir waren der Meinung, das w\u00e4re unserer Kondition gerecht. Der Weg f\u00fchrt uns zuerst durch ein Tal mit einem Gebirgsbach. Danach \u00fcberqueren wir ein Lavafeld, was uns schon ordentlich fordert. Doch damit nicht genug: Nach eingehendem Kartenstudium sind wir uns einig: der k\u00fcrzeste Weg f\u00fchrt \u00fcber den Berg. Nun dann, nach dieser Erkenntnis machen wir erst mal Pause und setzen uns auf einige Felsbrocken. Das f\u00fchlt sich an als h\u00e4tten sie eine eingebaute Sitzheizung; kein Wunder liegen sie doch in unmittelbarer N\u00e4he zu hei\u00dfen Quellen. <\/p>\n<p>Der daran anschlie\u00dfende Aufstieg fordert meine ganze Kondition. Oben angekommen bin ich K.O., aber die Aussicht entsch\u00e4digt f\u00fcr alles. Geht es den Berg auch wieder steil hinab, mit der letzten Sonderpr\u00fcfung hatten wir beide nicht gerechnet. Ein m\u00e4anderndes Bachdelta galt es zu \u00fcberwinden. Mir gelang das nur mit nassen F\u00fc\u00dfen und dreckiger Hose.<\/p>\n<p>Auf dieser Wanderung fingen wir uns auch unseren Bazillus ein; &#8222;Mineraliensammeln&#8220;. Da die umliegenden Berge sch\u00f6n bunt sind, sind die Steine unter unseren Schuhen auf jeden Fall aufhebenswert. Auch wenn man 80% davon wieder liegen l\u00e4sst; zum Gl\u00fcck. (Gefahr der \u00dcberladung unseres Fahrzeuges). <\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag beginnen wir mit der Ausfahrt aus diesem Gebiet, denn diesmal wollen wir weiter Richtung S\u00fcdwesten. Die F208 begleitet uns bis zum Ende des Hochlandes, wo sie zuerst in die 208 \u00fcbergeht welche in die 1 m\u00fcndet. Dieser Part der Piste ist in einem wesentlich besseren Zustand als die gestrige Piste. Aber auch hier durchqueren wir auf der Fahrt traumhafte Landschaften, die uns ein ums andere Mal zum Anhalten und Fotografieren n\u00f6tigen. Da morgen noch ein Abstecher ins Hochland geplant ist, schlagen wir unser Quartier in Kirkjubaejarklaustur (und die Zungen noch dran?) auf. Morgen soll es dann, wenn das Wetter mitspielt, zum LAAKI Vulkan gehen.<\/p>\n<p>Im Moment ist das Wetter so gutm\u00fctig, dass ich den Grill sowie Tisch und St\u00fchle in Position gebracht habe. Zum drau\u00dfen Essen wird es dann aber doch zu frisch da sich die Sonne hinter einen Bergr\u00fccken zur\u00fcck gezogen hat.<\/p>\n<p>Der Regen war wohl wieder einmal schneller als wir; er hat uns jedenfalls wieder ein. In so einer Situation freut man sich, wenn die Technik h\u00e4lt. So wie der Antrieb an meinem 23 Jahre alten Unimog f\u00fcr die Scheibenwischer. Weil dort aber auch das Zentrum der fliegenden Verkabelung ist, f\u00e4ngt sich der Motor ein paar Dr\u00e4hte ein und f\u00e4ngt an sie aufzudrehen.Das gelingt so weit, bis das vorhandene Spiel aufgebraucht ist und die ersten Kabel blank liegen. Dann steigt nur noch Rauch aus dem Armaturenbrett auf. So geschockt erfolgt eine erste Notreparatur am Strassenrand und ohne Scheibenwischer geht es weiter bis zum n\u00e4chsten Rastplatz. Hier wird teilweise die Elektrik entsorgt und meines Erachtens unn\u00f6tige Kabel entfernt, dann der Zopf, den der Wischermotor fabriziert hat, entflochten und eigentlich k\u00f6nnte es weiter gehen. Aber mitten in die Reparatur platzt eine deutsche Radfahrerin und fragt nach einer Mitfahrgelegenheit. Ihre Ritzel seien verzogen und sie k\u00f6nne keine G\u00e4nge mehr schalten. Nachdem ich nun Radfahrerin, Gep\u00e4ck und ein Klappfahrrad aus Stahl in bzw. an meinem Unimog untergebracht habe, kann es, durch den Regen nass bis auf die Kochen, weiter gehen. Wer sich hier fragt wie man an einem Unimog ein Fahrrad unterbringt, ganz einfach mit 4 Klettb\u00e4ndern am Kuhf\u00e4nger. Zum Ende diesen Tages sind Radlerin und wir trocken untergebracht.<\/p>\n<p>Die Flucht vor dem Regen hat uns schon bis in die Ostfjorde getrieben. Hier findet man nicht nur gigantische K\u00fcstenlinien sondern mit etwas Gl\u00fcck auch erstaunliche Mineralien. Und wenn dann noch einheimische Mineraliensammler ihrem Hobby Freilauf geben, kommt so etwas heraus wie bei &#8222;Petras Steinesammlung&#8220; in St\u00f6dvarfj\u00f6rdur. Von solchen Objekten angestachelt, kann dann unsereins auch nicht mehr den Blick vom Boden heben, und der erste Griff nach dem Verlassen des Autos gilt garantiert einem Stein, der auf dem Boden liegt. Wir haben dann auch noch zwei Ausfl\u00fcge in die Berge unternommen. Aber die Ausbeute brachte keinen bedeutenden Fund an Jaspis oder Obsidan.  <\/p>\n<p>Nun die 14 Tage gingen schneller um als geglaubt und so m\u00fcssen wir, bei welchem Wetter auch immer, zur\u00fcck in den Westen Richtung Keflavik. Auf dem Weg der Tausend Wasserf\u00e4lle werde ich diese nicht zum dritten Mal aufz\u00e4hlen. Aber von einigen Ausfl\u00fcgen berichten. <\/p>\n<p>So sollte man, wenn man sich die Zeit nimmt, bei Vik einen Abstecher zum Camping von Thakgil unternehmen. Der C-Platz befindet sich ca. 6 Km \u00f6stlich von Vik am Ende der 214, 15 Km in n\u00f6rdlicher Richtung. Das Abenteuer besteht in der Anfahrt durch eine bezaubernde Landschaft und der alternativen R\u00fcckfahrt. Wer will kann eine R\u00fcckfahrt durch min.7 Furten w\u00e4hlen, den entsprechenden Wagen, gutes Kartenmaterial und ein geh\u00f6riger Schuss Abenteuerlust vorausgesetzt. Die eigentliche Schwierigkeit besteht in den schwankenden Wassertiefen der Furten und der nur selten zu erkennenden Streckenf\u00fchrung speziell in Flussbetten. Mir hat man 2 Mal davon abgeraten die Alternativstrecke zu fahren.<\/p>\n<p>Den zweiten Abstecher von der 1 sollte man bei Seljalandsfoss unternehmen. Hier f\u00fchrt eine Piste F249 Richtung Basar ins Tal der Krossa. Die Piste ist nicht anspruchsvoll; sie wird auch vom Linienverkehr bedient. Anders sieht es mit den an der Strecke liegenden Schluchten und den am Ende zu findenden Wasserf\u00e4llen aus. Um den Nauth\u00fasagil zu erreichen muss man mehrfach den Bach queren und kurz vor Ende eine Passage mit einer Kette gesichert \u00fcberbr\u00fccken. Hat schon was!!<br \/>\nF\u00e4hrt man weiter ins Tal sollte man sich an der Gabelung rechts halten. Ich habe es linksherum versucht, weil ich dort auch Fahrzeuge sehen konnte. Die waren wohl ortskundiger. Ich habe in diesem ca. 2-3 Km breiten Bachbett vor der letzten Furt kapituliert. Zu starke Str\u00f6mung, zu tief und was entscheidend war, keinerlei Ausfahrtspuren am gegen\u00fcberliegendem Ufer. Also auf einer Sandbank wenden und raus hier!! Danach tauchte dann auch unmittelbar ein Hinweis auf eine Schlucht auf. Zu Fuss machen wir uns auf den Weg und wenn man sich im Tal immer sch\u00f6n links h\u00e4lt, kommt man wieder zu einem Wasserfall. Die Schwierigkeit liegt diesmal im Erklimmen des richtigen Standpunktes um den Wasserfall zu sehen.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch die Erfahrung, da\u00df auch Reiseliteratur nicht immer stimmen muss. Auf der Halbinsel Reykjanes soll es Lavah\u00f6lhen geben, die man auf eigene Faust erkunden kann. Mit Kartenmaterial und Literatur war es uns nicht m\u00f6glich diese H\u00f6hlen zu finden. Erst mehrmaliges Nachfragen bei Einheimischen brachte uns auf den richtigen Weg. In den Reisef\u00fchrern wurde schlicht die falsche Strasse genannt. Hat man dann erst einmal die H\u00f6hle gefunden, sollte man sich tunlichst an die Warnhinweise halten und unbedingt eine gute und leuchtstarke Taschenlampe mitbringen.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich sind nun die letzten 3 Wochen angebrochen und wir sind in Egilsstadir eingetroffen. Von hier aus soll es noch mal ins Hochland gehen, an den Gletscher Br\u00faarj\u00f6kull. Immer abh\u00e4ngig davon wann der Winter zur\u00fcck kommt.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe aus dem st\u00fcrmischen Norden<\/p>\n<p>Euer Ralph<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Islandreise 2015 &#8211; Teil 1 Anreise und der S\u00fcden An alle Daheimgebliebenen,\u2028\u2028 Nach 2 Tagen&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/2015\/10\/02\/fahrzeugtest-auf-island-2015\/\">Beitrag lesen<span class=\"screen-reader-text\">Fahrzeugtest auf Island 2015<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":157,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75"}],"collection":[{"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions\/128"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/157"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/albatros-on-tour.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}