Kalifornien: Death Valley – Yosemite National Park

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Die Nacht im Hotel war auch nicht so erholsam, wie wir uns erhofft hatten. Nach einem ausgiebigen Brunch verlassen wir Las Vegas Richtung Death Valley. Schnell sind wir wieder in Kalifornien und fahren durch offenes Land mit großen Yuccas. Auf dem Hwy 95 sehen wir einen Warnhinweis, keine Anhalter mitzunehmen (was auf den Autobahnen in USA sowieso verboten ist), da in der Nähe ein Gefängnis ist. In Amargosa fahren wir auf einen Campingplatz um zu dumpen. Der Betreiber macht uns dann auf einen platten Hinterradreifen aufmerksam. Leider stellt sich heraus, dass unser Luftschlauch, obwohl noch nie benutzt, undicht ist. Dann geht im Auto auch noch der Gasalarm los, wir können aber nichts feststellen. Direkt nebenan ist eine Tankstelle aber irgendwie verstehen wir die Bedienung der Luftanlage nicht so recht. Ein Trucker hält neben uns und als wir ihn ansprechen, holt er seine eigene Luftleitung und schließt sie an seinen Kompressor an. Als wir nicht so recht Druck auf den Reifen bekommen, stellt Ralph fest, dass die Felge undicht ist. Also fahren wir an die Seite und machen einen Reifenwechsel. Zum Glück haben wir noch einen Reifen auf Felge. Nach ca. 2,5 Std geht es dann im Halbdunkeln endlich weiter. Dafür erleben wir einen tollen Sonnenuntergang und finden einen guten Stellplatz kurz vor dem Death Valley Nationalpark. In Furnace Creek erfahren wir dann im Visitor Center, dass die Straße zum östlichen Eingang von Death Valley wahrscheinlich gesperrt wird. Das bedeutet für uns, dass wir einen Umweg fahren müssen, dafür dann aber nicht mehr so viele Pässe vor uns haben. Am nächsten Tag ist aber erstmal eine Erkundungstour durch das Death Valley angesagt. Wir fahren zurück zur Badwater Road. Den ersten Stopp machen wir am Golden Canyon, wo wir den Trail zur Red Cathedral laufen. Den zweiten Stopp machen wir dann am Abzweig zur National Bridge. Dort machen wir aber nur kurz ein Foto und fahren wieder zurück, denn wir wollen noch den Artist’s Drive fahren. Den dritten Stopp machen wir dann am Artist’s Palette Overlook. Hier sind die Berge total bunt und wir wollen bis zum Sonnenuntergang bleiben. Da die Berge zu schnell im Schatten liegen, fahren wir dann aber doch früher zurück zum Campingplatz in Furnace Creek. Bevor wir am nächsten Tag weiter fahren, wollen wir noch einen Abstecher zur Keane Wonder Mill & Mine fahren, die erst im November 2017 wiedereröffnet wurde. Gelohnt hat sich die Tour aber nicht wirklich, da man nur alte vom Verfall bedrohte Gebäude sehen kann. Über den Towne Pass geht es weiter bis zur Geisterstadt Ballarat. Unterwegs erleben wir ein paar kleinere Sandstürme und sehen Kojoten auf der Straße. Auf der Indian Ranch Road finden wir dann unseren Stellplatz. Da es sehr windig war und wir beide schlecht geschlafen haben, sind wir um 8.45 h schon wieder unterwegs. Entlang des Hwys 14 sehen wir erst riesige Solarfelder rechts und links neben der Straße, später ist es dann ein riesiger Windpark. Bei einem Einkaufsstopp erleben wir zum ersten Mal, dass es überdachte Parkplätze gibt; leider nicht hoch genug für unseren Unimog. Nach einer Nacht in einem RV Park in Mojave geht es am Morgen weiter. Die Strecke ist zunächst bergig und wir überqueren den Tehachap Summit. Als wir wieder ins Tal runter fahren, sehen wir Zitrusplantagen so weit das Auge reicht. Kurz hinter Bakerville wechselt die Landschaft dann zu riesigen Flächen mit Weintrauben, die teilweise unter Folie stehen. In Visalia, einem schönen, gepflegten Ort finden wir einen Stellplatz an einem Park. Über den Highway 63 fahren wir weiter vorbei an großen Plantagen, die sich mit ebenso großen Viehweiden abwechseln. In der Ferne sehen wir im Dunst Berge mit Schneekappen. Über Sanger und Fresno geht es mit kurzen Einkaufsstopps weiter. Die Landschaft ändert sich wieder und es wird bergiger und steiniger. Es ist schon dunkel, als wir unseren Nachtplatz an einer National Forest Service Road kurz vor dem Eingang zum Yosemite National Park erreichen. Über eine kurvige Bergstrecke mit viel auf und ab geht es dann am nächsten Tag bis auf fast 1.830 Meter hoch in den Park, der für die Jahreszeit recht voll ist. Da nur drei Campingplätze geöffnet sind, von denen zwei an den Parkgrenzen liegen und der im Zentrum schon ausgebucht ist, und auch das Wetter nicht so toll ist, fahren wir wieder raus. Natürlich machen wir ein paar Fotostopps und laufen auch noch einen kurzen Trail. Wir sind ein bißchen enttäuscht und fragen uns, ob das wirklich den Umweg wert war. Am nächsten Tag fahren wir über den Highway 120 nach Moccasin. Auf 6 Meilen geht es hier sehr steil und kurvig bergab. Die alte Straße auf der anderen Seite des Tals ist für Fahrzeuge über 3,4 t gesperrt. Ralph schätzt, dass hier das Gefälle teilweise bei 30% liegt. Wir stoppen in Chinatown Camp am Visitor Center und in Oakdale bei McDonalds, da wir eMails checken wollen und fahren dann weiter bis Manteca, wo wir wieder an einem Park mit großer Sportanlage unseren Stellplatz für die Nacht finden. Als erstes wollen wir heute versuchen, unsere Gasflaschen aufgefüllt zu bekommen, was in den USA nicht so einfach ist. Doch wir sind erfolgreich. Da die Flaschen mit unseren Adaptern nicht über die normale Zapfsäule befüllt werden konnten und die Leute daher nicht wissen, wieviel Liter wir bekommen haben, brauchen wir nichts zu bezahlen. Sie haben auch eine Lösung für einen Gasanschluss von unseren Flaschen an einen amerikanischen Grill und so fahren wir dann noch in einen Bass Pro Shop und kaufen uns einen neuen Grill. Allerdings stellen wir dann fest, dass der Schlauch und die Anschlüsse doch nicht ganz passen. Bei Walmart haben wir dann endlich wieder WiFi und erfahren, dass wir noch heute in Dixon bei Mario vorbeikommen können, um endlich die Ventile am Unimog einzustellen. Dort treffen wir allerdings später ein, als geplant. Nach ca. 3 Stunden ist dann alles erledigt. Da es schon dunkel ist, können wir bei Mario stehen bleiben.

English Version (no translation of German text)
The night at the hotel wasn’t as relaxing as we’d hoped. After an extensive brunch we leave Las Vegas towards Death Valley. It doesn’t take long and we are back in California and drive through huge open plains with big yucca trees. On Hwy 95 we see a warning, to not pick up hitch hikers (which is prohibited on Hwys in US anyhow) because of the nearby jail. When we stop at a campground in Amargosa to use the sani dump, the owner points out, that one of our tires is flat. Unfortunately we then learn, that our air tube, although never used, is leaking. To make matters worse, the gas alarm in the car goes off as well but we can’t find any leaks. Directly besides the campground is a fuel station with an air hose but somehow we don’t understand how the thing works. A trucker pulls up besides us and when we ask him, if he’s familiar with the machine, he pulls out his own hose and connects it to his own compressor. After a moment we see that the pressure in the tire doesn’t really go up and Ralph realizes, that the rim is leaking. So we park at the side and change the tires. Luckily we have one tire on a rim. 2.5 hours later we can move on when it is already getting dark. But we experience a very impressive sunset and finally find a site just outside of Death Valley National Park. Once we reach Furnace Creek the guy in the visitor center tells us, that the road to Yosemite will most likely be closed soon. This means, that we have to take a longer route but will have less summits to pass. However, the next day we first explore Death Valley.
We drive back to Badwater Road. Our 1st stop is at the Golden Canyon where we hike the Red Cathedral trail. The 2nd stop is at the junction to National Bridge. We only take a few pictures and then continue to Artist’s Drive. The 3rd stop is then at Artist’s Palette Overlook. The mountains are really colorful and we plan to stay until sunset. Since the shadows are coming pretty early we drive back to the campground in Furnace Creek before sunset. In the morning we leave Death Valley but first take a detour to Keane Wonder Mill & Mine, which has been re-opened in November 2017. However, we think it wasn’t really worth the time since we can only see a few abandoned buildings that are falling apart. Via Towne Pass we drive to the ghost city Ballarat. On the way we experience a few small sandstorms and we see coyote on the road. We find our overnight place along Indian Ranch Road. It was pretty windy during the night and we both didn’t sleep well. Therefore we are already on the road again at 8.45h. Along Hwy 14 we see huge solar fields on both sides of the street. Later on there is a huge wind park. When we stop for shopping they have roofed parking spots; unfortunately too low for our Unimog. After a night in an RV park in Mojave we continue along a hilly road until we reach Tehachap Summit. When driving down into the Valley again there are citrus orchards as far as we can see. Shortly after Bakerville grape orchards are dominating; some of them are covered with foil. In Visalia, a nice small town, we find an overnight parking spot directly besides a park. We continue along Hwy 63 and pass huge orchards and cattle fields. In the distance we see mountains with snow covered peaks. After Sanger and Fresno the landscape changes and becomes hilly and stony again. It is already dark when we reach our night camp at a National Forest Service Road just outside of Yosemite National Park. In the morning we continue via a winding mountain road with lots of ups and downs that brings us to nearly 1,830 meters into the park, which is pretty full for this time of the year. Since only 3 campgrounds are still open, of which two are at the park border and the one in the center is already fully booked, and the weather isn’t that great either, we leave Yosemite on the same day. Of course we stop for some pictures and we hike a short trail but all in all we are a bit disappointed and wonder if it was really worth driving back the whole way. In the morning we drive along Hwy 120 towards Moccasin, a 6 mile steep and winding drive. The old hwy on the other side of the valley is closed for cars above 3.4 t. Ralph estimates that the incline is approximately 30%. In Chinatown Camp we stop at the Visitor Center and in Oakdale at McDonalds, since we want to check our emails. We then continue towards Manteca, where we find our place for the night directly at a park again. Our first goal for the day is to fill up our propane cylinders, something that isn’t easy in US, since it can only be done with an adapter. Luckily we are successful. Since the cylinders couldn’t be filled at the normal station, we don’t need to pay anything. The guys said, they could not measure how much they it was. They find a solution to connect our gas cylinders to a US barbecue (our German one doesn’t work anymore), too and therefore we drive to Bass Pro Shop and buy a new one. Unfortunately we discover that the solution does not yet fully work. At the Walmart we have WiFi access again and see that Mario is expecting us in Dixon to finally get our valve settings done. We get there later than planned and after 3 hrs. the job is done. Since it is already dark, we can stay for the night in Mario’s Yard.

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