Mexiko: Pazifikküste – Oaxaca – El Tule – Hierve del Aqua

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Nachdem wir uns von Charly verabschiedet haben, geht es das erste Stück über kleine Straßen weiter bis wir bei La Barca auf die MEX-15 stoßen. Über Zamora fahren wir zum Lago de Camecuaro, an dem es einen kleinen Park mit Campingmöglichkeiten gibt. Da in Mexiko heute Feiertag ist, ist der Park voll mit Einheimischen. Irmgard und ich laufen ein Stück rein, gehen dann aber wieder zu den wartenden Männern zurück. Vorerst stellen wir uns auf den Parkplatz für die Reisebusse. Während diesmal Ralph mit Irmgard und Klaus durch den Park läuft, bleibe ich bei den Autos. Später kommen Anwohner, die unsere Autos bewundern und uns anbieten, bei Ihnen vor dem Haus zu übernachten. Wir beschließen aber, hier stehen zu bleiben. Heute zieht es uns nach Paracho. Hier gibt es viele Gitarrenwerkstätten und –geschäfte. Die meisten Werkstätten sind jedoch geschlossen. Auch erfahren wir, dass inzwischen Gitarren aus China importiert und hier verkauft werden. Vermutlich wird irgendwann der ganze Geschäftszweig und schließlich auch die Wirtschaft der Stadt daran kaput gehen. Wir könnten zwar bis Donnerstag auf der Straße stehen bleiben, suchen aber einen Platz außerhalb der Stadt. In der Nähe von Nahuatzen werden wir in einer Nebenstraße fündig. Abends kommen noch ein paar freundliche Viehhirten mit Kühen vorbei. Am nächsten Morgen wollen wir über die kleinere Straße nördlich am Lago Patzcuaro entlang fahren. Dafür müssen wir wieder durch Orte mit engen Durchfahrten. An einer Stelle sind wir nicht sicher, ob es passt, da Sand und Steine einen Teil der Straße versperren. Wir versuchen es und dann passiert es: Als Klaus mit den linken Rädern auf den Sandhaufen kommt, kippt die Kabine nach rechts und stößt an ein Vordach im ersten Stock. Jetzt ist Schaufeln angesagt, bis wir weiter fahren können. Als nächstes erwischt es uns dann. Die Bremskontrollleuchte geht an und Bremsflüssigkeit wird aus dem Behälter gepresst. Ralph und Klaus wechseln die vorderen Bremsbeläge (mehr haben wir nicht mehr mit) und nach einer Stunde geht es weiter Richtung Morelia. Dort wollen wir auf den Parkplatz beim Best Western Hotel, den wir schließlich mit Polizeieskorte (2 Motorräder) erreichen. Die Polizisten klären uns auf, dass wir mit unseren großen Autos nicht auf der mittleren Spur hätten fahren dürfen. Morgens fahren wir mit dem Collectivo in die Stadt. Wir erkunden die Gegend rund um die Kathedrale und laufen zum Rosengarten. Dort gibt es ganz in der Nähe einen schönen Markt mit jeder Menge Süßkram und Andenken. Mittags treffen wir uns mit Irmgard und Klaus zum Essen und dann laufen wir zusammen durch Nebenviertel und einem großen Markt, in dem die Einheimischen einkaufen, zurück zum Parkplatz. Zu unserer Überraschung und Freude kommt dann am späten Nachmittag Stepelix auch noch an. Abends gehen wir zusammen auf ein paar Bier in einen Pub und tauschen unsere Erlebnisse aus. Heute heißt es endgültig Abschied von Stepelix zu nehmen (sie verschiffen bald in die Heimat). Bis Patzcuaro fahren wir noch hinter Irmgard und Klaus her und dann verabschieden wir uns auch von den beiden. Wir wollen Gas geben und die gebührenpflichtige Autobahn nehmen. Über die MEX-14D und die MEX-37D fahren wir jetzt Richtung Pazifikküste. Diese Autobahnen haben den Vorteil, dass es keine Topes gibt. Der Nachteil ist, dass es kaum Möglichkeiten gibt, von der Autobahn runter zu fahren. So wechseln wir bei Quatro Camiones dann auf die kostenfreie MEX-37. Allerdings verläuft diese ab dort in westlicher Richtung und sie wird auch wieder extrem kurvig. Kurz hinter Artega bleiben wir dann für die Nacht auf einem Seitenstreifen stehen. Für die letzten 70 km bis Lazaro Cardenas brauchen wir fast 2 Stunden. Dann geht es über Zihuantanejo und Ixtapa, vorbei an Salinenfeldern, bis nach Lona Bonita. Dort buchen wir uns für 4 Nächte in der Casa Roya de Sol ein. Die Tage dort verbringen wir mit Lesen, Fotografieren und Faulenzen direkt am Strand. Leider haben auch die faulen Tage ein Ende. Da die Temperaturen an der Küste tagsüber bei bis zu 38 und nachts nicht unter 24 Grad liegen, brechen wir früh auf und frühstücken erst zwei Stunden später unterwegs. Wir wollen in Acapulco zu einem Dometic Händler am Hafen, um unsere Klimaanlage überprüfen zu lassen. Nach knapp 3 Stunden läuft sie wieder (wie sich am nächsten Tag herausstellt aber auch nur für ca. 1,5 Stunden) und wir quälen uns fast 2 Stunden lang über die Küstenstraße durch die Stadt. Hier wird auf 3-spurigen Straßen 5-spurig gefahren. Von allen Seiten kommen Busse, Collectivos, Taxis, Motorräder und Fahrräder. Beim Spurwechsel kann nicht geblinkt werden, weil die linke Hand ständig auf die Hupe drückt. Dazu kommt dann noch ein irres Gepfeife von Polizisten, Verkehrskadetten und Parkhilfen. Wir wollen nur noch weg hier und finden unseren Stellplatz dann an der Playa Escondido auf dem Parkplatz eines Strandrestaurants. Auch heute brechen wir früh auf und halten etwas später zum Frühstücken. Mit kürzeren Stopps fahren wir bis Santiago Pinotepa Nacional, wo wir neben einer Pemex Tankstelle unter einem Baum im Schatten für die Nacht stehen bleiben können. Gegen Sonnenuntergang werden wir aus dem Baum mit einem tollen Abendkonzert der Vögel beschallt. Da die Nacht relativ laut und warm war, kommen wir erst spät los. Wegen der Hitze machen wir mehrere Pausen. In Puerto Escondido wollen wir einer Empfehlung folgen und beim Hotel El Salvador übernachten. Leider würden wir aber wohl die Hälfte der Palmen abreißen und der Parkplatz neben dem Haus wird nicht mehr vergeben, da die großen Autos den Blick auf das Restaurant versperren. Wir könnten direkt am Strand stehen bleiben, dort wären wir aber der prallen Sonne ausgesetzt. Wir finden dann einen Stellplatz in einer Nebenstraße auf dem Hof einer alten Familienvilla. Als Ralph am Strand ist und nichts mitbekommt, erlebe ich im Auto die Ausläufer des Erdbebens bei Oaxaca. Die Amis, die neben uns standen, fliehen recht panisch und am Morgen sehen wir ihr Auto auf einem höher gelegenen Stellplatz an der Straße. Über die MEX-131 wollen wir heute ins Landesinnere. Wir sehen auch die Hinweisschilder für die neue Autobahn, die auch im Straßenatlas eingezeichnet ist, finden aber keine Auffahrt. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die MEX-175 zu fahren. Diese ist wieder extrem kurvig, schmal und führt uns ständig auf und ab. Wir fahren an vielen kleinen Orten vorbei, die einen armseligen Eindruck machen. Fast überall sind öffentliche Toiletten ausgeschildert. Bestenfalls sind das aber nur Bretterverschläge. Manche bestehen auch einfach nur aus Duschvorhängen. Die Benutzung kostet aber immer zwischen 3 und 5 Pesos. Wir fragen uns, für wen sie gebaut wurden. Bei San Miguel Suchixtepec machen wir eine Pause um den völlig überhitzen Motor auskühlen zu lassen. Ein Stück weiter finden wir dann in San Jose Llano Grande einen schönen Nachtplatz neben einer Kirche. Nun fahren wir durch bis Oaxaca, wo wir erstmal unsere Vorräte auffüllen. Dann fahren wir zum Oaxaca Campground und treffen Benjamin und Rachel aus der Schweiz mit ihrem Landy. Die beiden warten auf ein Paket mit Ersatzteilen. Morgens fahren wir nochmal in die Stadt, um bei Mercedes Benz nach Bremsbelägen zu schauen. Auf dem Weg dort hin, kommen wir in eine Demo bzw. Straßensperre die wir aber einigermaßen umfahren können. Leider kann uns MB auch nicht weiterhelfen. Auf dem Rückweg verpassen wir eine Ausfahrt und kommen prompt wieder in eine Straßensperre. Diesmal müssen wir ca. 500 Meter rückwärts fahren, bis wir den richtigen Abzweig nehmen können. Da die Bremskontrollleuchte wieder blinkt, prüft Ralph die Beläge. Hinten sind sie ziemlich runter. Also müssen wir die Bremsbeläge in Deutschland bestellen. Nachdem wir mit MB in Deutschland telefoniert haben, fahren wir mit einem Collectivo nach El Tule. Dort steht der älteste und größte Baum der Welt. 1986 auf unserer Hochzeitsreise waren wir auch schon hier. Wir erkennen aber nichts wieder. Der Baum steht inzwischen in einem kleinen eingezäunten Park, ist aber auch von außen sehr gut zu sehen. Rund um den Zocalo wimmelt es von Imbissbuden und Souvenirgeschäften. Wir laufen noch zur Overlander Oasis, einem kleinen Stellplatz direkt im Ort, und klären mit den kanadischen Eigentümern, dass wir das Paket an sie schicken lassen und ab wann wir auf ihren Platz wechseln können. Den nächsten Tag vertrödeln wir am Platz des Oaxaca Campgrounds. Abends treffen die Österreicher, die wir schon bei Charly getroffen haben, ein. Bevor wir aufbrechen, verabschieden wir uns noch von den Michaela und Günther und von Rachel und Benjamin, die ihr Paket nach ca. 5 Tagen bekommen haben. Wir fahren nur ein paar Kilometer weiter zum versteinerten Wasserfall „Hierve del Aqua“. Ralph dreht nachmittags noch eine kleine Runde durch die Anlage. Am Morgen machen wir uns dann zusammen auf den Weg. Wir laufen bis kurz vor den Wasserfall und dann runter zu den „Pools“. Anschließend fahren wir noch nach Mitla, wo wir erstmal in eine schmale Sackgasse geraten, aus der wir mit Hilfe eines Polizisten rückwärts wieder raus fahren. Dann schauen wir uns die Ruinen und den Markt an, ehe wir Richtung Overlander Oasis aufbrechen. Dort treffen wir Alexandra und Malte aus Hamburg mit ihrem Landy und Sandra und Tim aus Köln mit ihrem VW Bus. Unser Paket ist unterwegs. Es wird in Mexiko nicht von DHL sondern von der Post befördert. Wir harren der Dinge, die da kommen.

English Version (no translation of German text)
After leaving Charly’s place we drive along some minor roads until we reach MEX-15 close to LA Barca. Via Zamora we reach Lago de Camecuaro, where there is a small park with a campground. However, today is a holiday in Mexico and the park is full with locals. Irmgard and I shortly venture into the park but then turn back to our waiting husbands. For the time being we pull up to the parking lot for buses. Whilst Ralph, Irmgard and Klaus visit the park, I remain with the cars. Later on, a couple of locals stop by to admire our trucks and they offer, to overnight at their home but we decide to remain where we are. In the morning we drive to Paracho, a town full of guitar workshops and stores but most of the workshops are closed. We learn that meanwhile guitars are imported from China and sold here. Probably at some point in time the whole guitar industry and the whole businesses in town will suffer from this. Although we can stay on the street until Thursday, we drive on and try to find a place outside the town. Close to Nahuatzen we are finally successful in a small side street. In the evening a few friendly cowboys pass with their herds. After a quiet night we continue via small streets along the northern shore of Lago Patzcuaro and therefore we have to drive through a couple of small towns with narrow passages. At one point we are unsure if the road is wide enough, since it is partly covered with sand and stones. After some debate we try it and then it happens: As Klaus drives over the sand with his left tires, the cabin turns right and collides with a balcony on the 1st floor. The sand has to be shoveled away before we can continue. A bit later it is our car, which requires a stop. The warning lights for the brakes are on and some brake liquid is leaking. Ralph and Klaus change the front brake pads (that’s all we have left) and after another hour we continue towards Morelia. Our destination there is the parking at the Best Western Hotel, which we finally reach escorted by the police on two motorbikes. The policemen explain that we should not have taken the middle lane with our big cars. The next day we take the collective to get into town. We explore the area surrounding the cathedral and stroll to the rose garden. Close by is a nice market with lots of sweets and souvenirs. For lunch we meet Irmgard and Klaus again and together we walk back to our parking lot through neighborhoods and a big covered market where the locals do their shopping. To our big surprise Stepelix turns into the parking lot in the late afternoon. Together we have a few beers in a local pub and exchange our adventures since we last saw each other. In the morning it is time to finally say Goodbye to Stepelix (they are returning home soon). Until Patzucaro we follow Irmgard and Klaus and then we say Goodbye to them as well. We want to move on a bit faster and take the toll road. Via MEX-14D and MEX-37D we drive towards the pacific coast. These HWYs have the advantage that they do not have topes. The disadvantage is that there are hardly any chances to stop and leave them. Close by Quatro Camiones we switch to MEX-37. However, this HWY turns west again and is extremely winding. We have problems finding a place for the night and finally turn into a pullout shortly after we passed Artega. To drive the last 70 km towards Lazaro Cardenas takes us nearly 2 hrs. in the morning. From there we drive via Zihuantanejo and Ixtapa past salt fields until we reach Lona Bonita where we check in at Casa Roya de Sol for 4 nights. We spend the days with reading, taking pictures and just chilling directly on the beach. Unfortunately there is an end for these days as well. Since the temperature is around 38 C during the day and not below 24 C during the night, we leave early and only stop for breakfast 2 hrs. later. In Acapulco we want to see a Dometic dealer close to the harbor, to get our AC checked. 3 hrs. later the AC works again (we’ll learn the next day that this is only the case for 1.5 hrs.) and then it takes us nearly 2 hrs. to get through town on the coastal road. The traffic is mad. On a 3-lane road they drive in 5 lanes. Buses, collectivos, taxis, motorbikes and bikes are coming from all sides. Drivers can‘t use their flashlights when switching lanes since they need the left hand for pressing the horn. Add the noise from policemen, parking hosts and traffic wardens with their whistles and you can probably imagine that we only want to get out of there. We find a place for the night at a restaurant on Playa Escondido. Again we have an early start and stop for breakfast later. With a few stops we drive until we reach Santiago Pinotepa Nacional where we can stay for the night in the shadow of a tree besides a Pemex station. During sunset we are awarded with a really nice concert from the birds in the tree. The night was relatively warm and noisy and therefore we only get ready late. Due to the heat we have multiple stops. In Puerto Escondido we want to stay at the hostel El Salvador but they don’t want to give the parking lot outside to big campers (since they would block the view of the restaurant) and we are too big to drive into the yard; we would probably damage half of the palms. We could stay directly at the beach but we would be fully exposed to the sun. Later on we find a place in a side road on the parking lot of an old family home. While Ralph is on the beach and doesn’t realize anything I experience the impact from the earth quake in Oaxaca in our car. A US couple that parked besides us, leaves in a kind of panic and in the morning we see that they parked in a side street at a higher elevation. Our plan is to drive inland via MEX-131. We see some signs for this new HWY which is already shown as ready in the road book but don’t find an entrance. Our only choice is to take MEX-175 which is pretty winding, narrow and permanently going up and down. We pass a lot of small towns that look really poor. Nearly in all of them we see signs for public toilets. In the best case these are wooden sheds. Some of them are just made of shower curtains. The cost to use them is usually between 3 and 5 Pesos. We wonder from whom they were built. At San Miguel Suchixtepec we stop to cool down our overheated motor. Only some time later we find a nice place besides a very nice and well-kept church in Jose Llano Grande. Our next destination is Oaxaca where we fill up on food and other stuff. We then continue towards Oaxaca Campground where we meet Benjamin and Rachel with their Landy from Switzerland. They are waiting for some spare parts. In the morning we drive back into town since we want to check if we can buy brake pads from the Mercedes Benz dealer. On the way we come across a demo and road block but we can take a detour. Unfortunately Mercedes Benz can’t help us. On our way back we miss an exit and again hit a road block. This time we need to drive backwards for approx. 500 m until we can turn off. Since the warning lights for the brakes are flashing again, Ralph checks the pads and we realize that we need to order new ones in Germany. After talking to MB in Germany we take a collective to El Tule to see the oldest and biggest tree of the world. We already were here in 1986 on our honeymoon but we hardly recognize anything. Meanwhile the area around the tree is fenced but you can still have a good view from outside. The area around the zocalo is full with commodores and souvenir shops. We visit Overlander Oasis, a small campground directly in El Tule, and check with the Canadian owners if we can get our parcel shipped to them and when we could move over to their place. We spend the next day at Oaxaca Campground. In the evening the Austrians, whom we met at Charly’s place, arrive as well. Before we leave in the morning we say Goodbye to Rachel, Benjamin (who received the parcel after approx. 5 days), Michaela and Günther. We only drive a few kilometers to “Hierve del Aqua” and its petrified waterfall. Ralph goes for a short tour of the area in the afternoon. In the morning we start together and hike to the “waterfall” and then climb down to the “pools”. Afterwards we leave and drive towards Mitla, where we first get stuck in a narrow dead end, which we can only leave driving backwards. We manage with the help of a nice policeman. After visiting the ruins and the market we drive to Overlander Oasis, where we meet two other German couples; Alexandra and Malte from Hamburg with their Landy and Sandra and Tim from Cologne with their VW bus. Our parcel is on the way but we learn that it will not be delivered by DHL in Mexico but with the “regular” Mexican post. We’ll wait and see what this means.

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