Argentinien: Route der 7 Seen – 7 Lakes Tour – Ruta de los 7 Lagos

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Bei San Martin de los Andes fängt die Rute der sieben Seen an. Auf der lassen wir uns in den nächsten Tagen etwas Zeit. Die Landschaft ist sehr schön und wir kommen uns ein bisschen vor wie im Voralpenland. Das erste Nachtlager schlagen wir schon nach 39 km am Lago Hermoso auf. Der Campingplatz ist sehr schön gelegen aber die Wege sind etwas eng und so bekommt Albatros noch ein paar weitere Kratzer. Leider sind die Sanitäranlagen noch nicht in Betrieb (hier ist immer noch Vorsaison) und das WiFi geht auch nicht. Wir laufen noch ein Stück am Ufer des See entlang zu einem kleinen Wasserfall und genießen die himmlische Ruhe. Unsere nächste Etappe wird noch kürzer. Nach 13 km halten wir am Parkplatz des Wasserfalls Vulinanco und kurz darauf trifft das Pepamobil (Schweizer, die seit 20 Jahren mit dem Wohnmobil reisen und jetzt in Paraguay leben) ein. Wir quatschen ein bisschen und fahren dann zusammen noch 3 km zum freien Campingplatz am Lago Villarino. Diesmal ist der Platz direkt neben der Straße und daher etwas lauter, aber nachts ist nicht viel Verkehr. Ich nutze die Gelegenheit und backe ein Brot und Ralph schraubt noch ein bisschen am Auto. Ansonsten quatschen wir mit Renate und Bruno und genießen das schöne Wetter. Am Morgen sind wir von Schafen umzingelt. Wir verabschieden uns, denn wir wollen den kurzen Abstecher von ca. 25 km nach Villa Traful fahren. Da der Abstecher aber komplett über eine Schotter- und Wellblechpiste führt, brauchen wir dafür etwas länger. Außerdem gibt es an der Ruta 40 auch noch einige Aussichtspunkte, die wir nicht einfach ignorieren können. Die Strecke nach Villa Traful führt überwiegend durch Waldgebiet und ist sowohl kurvig als auch bergig. Dafür haben wir immer wieder schöne Aussichten. In Villa Traful fahren wir zum Supermarkt und erledigen die dringendsten Einkäufe und finden hier das erste Mal in Argentinien saure Gurken (dafür auch zu einem entsprechenden Preis) und nutzen das WiFi um kurz unsere Mails und Nachrichten zu checken. Anschließend fahren wir zum Parkplatz Los Alamos. Von dort aus kann man zwei Wanderungen machen. Eine führt zum Wasserfall Arroyo Blanco und einem Vogelbeobachtungsstelle, die andere zum Wasserfall Arroyo Coa Co. Wir entscheiden uns für die längere Strecke (die Angaben, wie lange man für die Strecke braucht, schwanken zwischen 1 und 2 Stunden), sind aber etwas enttäuscht. Der Wasserfall ist noch ein ganzes Stück weg und der Vogelbeobachtungsstelle besteht aus einer Hütte im Wald, in der Schilder über die verschiedenen Vögel aufgestellt sind. Trotzdem war es ein schöner Spaziergang. Zum Abschluss fahren wir dann noch zum Aussichtspunkt Lago Traful. Der Blick über den See ist schon beeindruckend. Wir hatten gelesen, dass andere Reisende von der Polizei von einem anderen Platz nach hier geschickt wurden. So beschließen wir, die Nacht hier zu verbringen. Gegen 23h klopft es dann mal wieder an unserer Tür. Draußen steht ein Ranger und sagt, dass wir hier nicht übernachten dürfen. Ralph erklärt, dass wir nur die eine Nacht bleiben wollen und nach kurzer Diskussion dürfen wir bleiben, wenn wir bei Sonnenaufgang weiterfahren. Also stellen wir den Wecker auf 6h. Zum Frühstück fahren wir zu einer Bootsanlegestelle. Als wir von dort wieder abfahren und auf die Straße abbiegen, sieht Ralph einen dunklen Fleck und wir fragen uns, ob der von Albatros ist. Ein Stück weiter halten wir nochmal an und stellen fest, dass wir Diesel verlieren. Ralph schaut nach und sieht, dass an einem Dieselschlauch, der nirgendwo angeschlossen ist, ein Verschluss fehlt. Wir wissen zwar nicht, wozu der Schlauch ist (und es gibt noch einen zweiten, der genauso angeschlossen ist), aber mit Hilfe einer Mutter, die Ralph von einem Handwerker auf der gegenüberliegenden Straßenseite bekommt, ist dann alles wieder dicht. Der Handwerker gibt uns noch einen Zettel mit der Adresse einer Werkstatt, aber da wir keine weiteren Probleme haben, lassen wir alles, so wie es ist. Mit einem kurzen Abstecher zum Lago Espejo Chico, wo uns der Platz aber nicht so gut gefällt, fahren wir durch bis La Angostura. Dort kommen wir mal wieder in eine Straßensperre und wir hangeln uns über Nebenstraßen bis zu einem Stellplatz im Ortsteil La Villa direkt hinter der Marine Präfektur. Wir laufen noch ein bisschen rum, aber hier ist außer Restaurants und dem Anleger für die Ausflugsboote nicht viel zu sehen. Also gehen wir noch was essen und erfahren dort, dass die Straßensperre wegen eines Marathons ist. Da es am nächsten Morgen regnet, beschließen wir, direkt weiter nach San Carlos di Bariloche zu fahren. Auf der knapp 90 km langen Strecke halten wir aber noch mehrmals zum Fotografieren an. Kurz vor Bariloche kommt die Sonne raus und wir haben wieder das Gefühl, wir sind in den Alpen. Im Ort ist eine Herausforderung, einen Parkplatz zu finden. In der Nähe der Tourist Information finden wir was, aber Ralph bleibt im Auto, da Parken nicht erlaubt ist. Ich hole schnell einen Stadtplan und Infos, wo ich Geld wechseln kann. An einem Supermarkt füllen wir unsere Vorräte auf und dann fahren wir auf den Campingplatz Villa Maiten Cirse, den uns Veronica empfohlen hatte. Dort steht dann auch schon das Pepamobil und Silvia & Werner, die wir bereits in Montevideo am Leuchtturm und im Paraiso Suiza getroffen hatten. Die beiden sind schon seit 2 Wochen hier und machen einen Sprachkurs. Wir buchen den Platz für eine Woche und abends gehen wir noch alle zusammen essen.

 

English Version (no translation of German text)

From San Martin de los Andes we follow the 7 lakes tour for a couple of days. The landscape is beautiful and often we have the impression that we are in the alps. On the first day we only drive 39 km before we call it a day at Lago Hermoso. The campground is very nice but the tracks are narrow and thus Albatros has a few new scratches. Unfortunately the sanitary blocks are not yet functional (it still is pre-season) and WiFi doesn’t work either. We take the short hike along the lake to the waterfalls and just enjoy the heavenly peace. The next leg of our journey is even shorter. After 13 km we stop at the parking for the Vulinanco waterfalls and shortly thereafter Pepamobil (a Swiss couple travelling since 30 years and now living in Paraguay) stops as well. We chat a bit and then together another 3 km to the free campground Lago Villarino. The site is directly beside the street and therefore a bit more noisy but there is hardly any traffic during the night. I take this opportunity to bake a bread and Ralph fixes a few things. Otherwise we chat with Renate and Bruno and enjoy the nice weather. In the morning we are surrounded by grazing sheep. We say goodbye since we want to drive the approx. 25 km long detour to Villa Traful. Since the detour is completly via gravel road with potholes it takes us a while. Additionally there are a few viewpoints on ruta 40 that we can’t just ignore. The drive to Villa Traful is mainly through woods and the track is both winding and hilly and we have a lot of great views. We meet another Swiss couple, travelling with a rental car with roof tent. In Villa Traful our first stop is at the supermarket and we stock up the most important items. For the first time since we are in Argentinia we find pickled cucumbers (of course the price is first class as well). We use the WiFi to quickly check our mails and messages and then drive tot he parking Los Alamos. From there you can take two hikes. One leads to the waterfall of Arroyo Blanco and a bird observation point and the other to the waterfall of Arroyo Coa Co. We decide to take the longer one (info about time required for the tour varies between 1 and 2 hours) but are a bit disappointed. The waterfall is not close and the bird observation point is just a hut in the woods with information displays of various birds. Still, it was a nice walk. Finally we drive to the viewpoint Lago Traful. I read, that other travelers were send from another spot to this place by the police and we decide to stay for the night as well. Around 11pm there is a knock at our door. Outside is a ranger telling us, that we are not allowed to stay for the night. Ralph explains that it is only for one night and after a moment of discussions he agrees to let us stay if we leave by sunrise. So, we set the alarm for 6am. For breakfast we stop at a boat launch. When we turn back on the road Ralph notes a dark stain and we wonder if it is something leaking from Albatros. A short while later we stop again and realise, that we loose diesel. Ralph checks and finds a tube, that is connected to nothing. There is another similar tube (no idea what they are for) but this one is blocked at the end. With a screw, that Ralph gets from a handyman working on the other side of the street, he can fix the leak. The guy even gives us an address of a workshop but since the problem is solved we don’t go there. 111With a short detour to Lago Espejo Chico – the campground doesn’t appeal much to us – we drive on until we reach La Angostura. The main road is, once again, blocked and we manage to get to a parking in La Villa via side streets. We go for a short walk but besides restaurants and the mooring for the tour boats, there isn’t much to see. We have diner in one of the restaurants and learn, that the road block is due to a marathon. Since it is raining in the morning, we directly drive on towards San Carlos di Bariloche. However, we stop a couple of times to take pictures on the roughly 90 km drive. When we reach Bariloche the sun is shining and again we feel as if we are in the alps. It is a bit of a challenge to find a parking in town. We find one close tot he tourist office but Ralph stays inside the car. I quickly get a city map and information, where we can change money and then we move on. We stop at a supermarket and then move on to the campground Villa Maiten Cirse, that was recommended by Veronica. Once we get there we see Pepamobil and Silvia & Werner, whom we already met in Montevideo at the lighthouse and at Paraiso Suiza. They are already here for 2 weeks and are taking Spanish classes. We make a reservation for a week and in the evening we all go for diner in a nearby restaurant.

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Ute Rößler Verfasst von:

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