Argentinien: Rio Grande – Ushuaia – Estancia Haberton – Tolhuin

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Da wir nie sicher sind, ob wir bei der Einreise nach Argentinien frische Lebensmittel (Obst, Gemüse, Käse, Fleisch) behalten dürfen, sind unsere Vorräte ziemlich knapp und wir steuern als erstes in Rio Grande einen Supermarkt an. Wir sehen, dass Irmgard & Klaus am Ortsende an einer Tankstelle stehen. Als wir dort jedoch ankommen, sind sie nicht mehr da. Wir wollen aber nicht mehr fahren und beschließen daher, hier zu übernachten. Kurze Zeit später tauchen Marco & Eva auf. Sie müssen aber auch erst noch einkaufen, kommen dann aber nicht wieder. Ralph ist morgens schon früh auf. Er hatte 3 Anrufe aus Deutschland für eine Firma. Es stellt sich nach 2 Tagen raus (wir hatten in der Zeit noch mehr Anrufe), dass irgendwas mit einer Rufumleitung schiefgelaufen ist und die Gespräche bei uns gelandet sind. Gegen 10h machen wir uns auf den Weg. Nach ca. 50 km wird es bergiger und wir sehen den ersten Wald, aber der sieht krank aus. In Tolhuin machen wir an einer Tankstelle Mittagspause und treffen auf Marco & Eva, die Probleme mit ihrem Abwassertank haben. Kurz vor 14h fahren wir weiter und treffen gegen 16h in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, ein. Mit etwas Glück finden wir einen Parkplatz und laufen zur Tourist Information. Die Campingplätze liegen alle mehrere Kilometer außerhalb und es gibt keine Busverbindung dort hin. Da wir keine Lust haben, immer hin und her zu pendeln, und alle Parkplätze im Ort voll sind, stellen wir uns auf den Damm, der zum Flughafen führt. Leider spielt das Wetter nicht mit und es gibt die nächsten Tage immer wieder z. T. heftige Regengüsse. Wir laufen 2 Mal zum örtlichen Funk Club, treffen aber niemanden an. Das Museum ist ganz nett, aber auch nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. Bei Western Union holen wir uns Bargeld. Mit der App kann man sich ganz schnell selber Geld zur Barauszahlung überweisen und im Moment gibt es einen um ca. 25-30% besseren Kurs als bei den Banken. Abends gehen wir mit Irmgard & Klaus, die gestern eingetroffen sind, und Marion & Georg, Bekannte von Irmgard & Klaus, in der Stadt Essen. Es ist fast Mitternacht, als wir zum Auto zurückkommen. Nachdem wir morgens bei halbwegs gutem Wetter noch das obligatorische Foto am Logo „Fin del Mundo“ gemacht haben, fahren wir über Schotterpiste zur Estancia Haberton. Die Nacht verbringen wir aber am Rio Cambacerces, wo wir einen tollen Stellplatz finden. Dieser ist dann unser südlicher Wendeplatz. Wir könnten zwar noch ca. 50 km weiterfahren, aber dafür ist uns die Piste zu schlecht. Irmgard & Klaus wollen noch eine weitere Nacht an dem Platz bleiben. Wir wollen uns aber die Estancia ansehen. Sie ist die älteste Feuerlands und immer noch im Besitzt der Familie; inzwischen in der 5. Generation, aber nur noch als Tourismusbetrieb. Offensichtlich sehen wir alt genug aus, um für Rentner gehalten zu werden. und brauchen nur ein Drittel des Eintrittspreises zu bezahlen. Bei der Führung erhalten wir viele Informationen über die Familie und die Arbeits- und Lebensbedingungen auf einer Schaffarm und wir besichtigen einige alte Gebäude, die noch mit alten Gerätschaften ausgestattet sind. Anschließend geht es durch ein kleines Naturreservat. Nachdem wir uns im Café gestärkt haben, geht es wieder zurück zur Hauptstraße und dann Richtung Norden. Eigentlich wollten wir in Tolhuin am Seeufer übernachten. Unterwegs treffen wir aber nochmal auf Marion & Georg, die dort auf den Campingplatz gehen wollen. Spontan entschließen wir uns, den Platz auch anzusteuern. Dort treffen wir dann noch auf Anette & Otto, mit ihrem Iveco BiMobil und Klemens & ???, die mit einem chilenischen Leihcamper unterwegs sind. Abends sitzen wir alle zusammen in der Hütte; nur der Holzofen zieht nicht richtig Luft und es wird nicht so warm. Wir beschließen, noch einen Tag stehen zu bleiben und machen nachmittags einen Spaziergang am Ufer und über den Platz. Ursprünglich war hier mal eine Müllkippe. Die jetzigen Eigentümer sind seit 1991 (?) dabei, den Platz aufzuräumen und so viel wie möglich von dem Müll zu recyclen. Zum Teil sieht das Gelände etwas skurril aus und erinnert uns an die Abenteuerspielplätze von früher. In Tolhuin gibt es eine Bäckerei, die weit über den kleinen Ort hinaus bekannt ist und von Tour Bussen angefahren wird. Da können wir natürlich auch nicht widerstehen. Der Laden ist brechend voll (erinnert mich an Hinkel in der Düsseldorfer Altstadt) und man muss am Eingang eine Nummer ziehen. Wie der Zufall es will, ist meine Nummer die E04 (die Handballer unter den Lesern wissen damit was anzufangen). Ausgestattet mit 6 Facturas, so heißen hier die Plunder- bzw. Hefeteilchen, machen wir uns auf den Weg Richtung chilenischer Grenze. Kurz hinter Rio Grande übernachten wir nochmal am Strand und dann geht am nächsten Tag die Prozedur der Aus- und Einreise wieder los. Außer, dass (mal wieder) die Tür mit unseren Tupperdosen aufgegangen ist und diese im Auto verteilt wurden und alles voll Speisestärke ist, gibt es keine Probleme und wir sind mittags wieder in Chile.

English Version (no translation of German text)
Since we’re never 100% sure if we can bring fresh food (fruits, vegetables, chees, meat) into Argentina, our stock is pretty low. Therefore, our first stop is at the supermarket in Rio Grande. The tracker shows that Irmgard & Klaus are at the gas station at the other end of town. However, when we get there, they are gone. We don’t want to drive any further and stay for the night. Shortly after we stopped, Marco & Eva arrive but they need to go into town to do some shopping as well. In the morning Ralph is up early. He received 3 calls from Germany for a company. After 2 days of investigation (we had more calls during that time) we find out, that something went wrong with a call divert and we receive all the calls. Around 10am we move on. After approx. 50 km the road gets a bit hilly and we see the first signs of a forest but it doesn’t look healthy. For lunch we stop in Tolhuin and meet Marco & Eva again. They have problems with their waste water tank. Shortly before 2pm we continue and reach Ushuaia, the most southern city of the world, around 4pm. With a bit of luck, we find a parking slot and then walk to the tourist information. All campgrounds are outside of town and there is no bus connection. Since we don’t want to commute back and forth and all parking areas in town are full, we park at the dam leading to the airport. Unfortunately, the weather is not at its best and we experience a few hefty rain showers during the next couple of days. Twice we visit the local radio club, but don’t meet any members. The museum is ok, but not something that one shouldn’t miss. We get new cash from Western Union. With the app we can easily send money for pickup to ourselves and currently the rate is approx. 25-35% better than at the banks. In the evening we go out for diner with Irmgard & Klaus, who arrived the day before, and their friends Marion & Georg. It is nearly midnight by the time we get back to our cars. After we take the obligatory picture at the “Fin del Mundo” logo, we drive via gravel road to Estancia Haberton. We spend the night at Rio Cambacerces, where we find a very beautiful campsite. This is the most southern point of our journey. We could drive for another approx. 50 km but the road is too bad for just having been there. Irmgard & Klaus want to stay another but we want to visit the Estancia. It is the oldest in “Tierra del Fuego”, still owned by the same family, meanwhile in 5th generation, but nowadays it only serves tourism. We’re lucky again. Obviously, we look old enough to be retired and and only need to pay one third of the entrance fee. With a tour guide we visit a few old buildings, still stocked with old machinery and we learn a lot about the family and the living and working circumstances on a sheep farm. The 2nd part of the tour is through a small nature reserve. After we treated ourselves to some cake and cacao we drive back to the main road and then north again. Initially we planned to stay at the beach in Tolhuin but we meet Maron & Georg again and they tell us, that they will stay on the campground. Spontaneously we decide to go there as well and meet a few other overlanders; Anette & Otto with their Iveco BiMobil and Klemens & ???, who are travelling with a rental camper. We spend the night together in one of the huts but the wood stove doesn’t work properly and it doesn’t really get warm. In the morning we decide to stay another night and, in the afternoon, we go for a walk along the beach and the campground. Years ago, the place was a dump. The current owners are cleaning the place since 1991 (?) and try to recycle as much as possible. Therefore, the site looks a bit bizarre and reminds us of the adventure playgrounds of our youth. Tolhuin houses a bakery that is well know outside this small town and even tour buses stop there. Of course, we can’t just pass by. The shop is pretty full (it reminds me of the famous bakery Hinkel in Düsseldorf’s old town) and one has to pull a ticket with a number. By coincidence my number is E04 (the handball players amongst the readers know what it means). I buy 6 facturas, that’s what pastries are called here, and then drive towards the Chilean border. Shortly after Rio Grande we spend another night at the beach and in the morning start the border crossing. Except for an open cupboard (once again) and food starch all over the floor, we don’t have problems at the border and are in Chile again around lunchtime.

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Ralph Roessler Verfasst von:

2 Kommentare

  1. Ilse sehl.
    26/02/2020
    Antworten

    Hi.ich habe gerade mal geblättert, wie lange ihr schon unterwegs seid.sehr lange und es wohl noch so bleibt.oder? Wir haben inzwischen Karneval hinter uns.die armen kecken hatten schlechtes Wetter und der Zug in unterbach ist wegen Sturm und Regen ausgefallen
    Aber Joachim (delle/Nostalgia war rappelvoll.wie immer.euch wünsche ich gute strassen und Glück beim suchen von schönen Camping Plätzen.bis bald mal wieder

  2. 29/02/2020
    Antworten

    Hallo Ihr Lieben,
    Danke nochmal für den Gas Schlauch. Ich habe gestern über unsere Begegnung in El Chalten geschrieben. Wir wünschen Euch weiterhin eine Gute Reise.
    Viele Liebe Grüße
    Aaron, Chloe, Aleksandra und Jonasz

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