Idaho/Wyoming: Crater of the Moon – Grand Teton – Yellowstone

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Wir sind jetzt in Idaho unterwegs und hatten mal wieder eine Stunde Zeitverschiebung. Über die I-84 fahren wir an großen Zwiebelfeldern und riesigen Heustapeln entlang nach Boise und dann weiter bis Mountain Home. Dort biegen wir auf den Hwy 20 ab, der uns immer wieder Viewpoints mit phantastischen Aussichten bietet. Zwischendurch sehen wir, dass es auf den Bergen im Nachbartal schneit. Wir fahren noch bis Crater of the Moon und schlagen dort auf dem Campingplatz unser Nachtlager auf. Am Morgen fahen wir als erstes zum Visitor Center, wo wir uns einen Film anschauen und uns eine Genehmigung für das Betreten der Höhlen holen. Dann machen wir uns auf den Rundweg. Wir halten mehrfach an und laufen kurze Wanderwege. Die Landschaft ist schon beeindruckend. Hier soll übrigens die Apollobesatzung die Mondlandung trainiert haben. Nachmittags geht es dann in die Höhlen. In die erste kommen wir nur ein kurzes Stück rein aber den Indian Tunnel laufen wir bis zum Ausstieg. Allerdings ist hier an einigen Stellen die Decke eingestürzt und es ist nicht sehr dunkel. Dafür müssen wir dann über die Geröllhaufen klettern. Anschließend geht es zurück zum Campingplatz. Am nächsten Morgen machen wir uns dann endgültig Richtung Yellowstone auf. Über den Snake River Viewpoint geht es durch anfangs recht eintönige Landschaft mit riesigen Farm- und Weideflächen. Erst auf dem Hwy 26 wird sie wieder abwechslungsreicher und entlang des Palisades Damm geniessen wir wieder einen traumhaften Indian Summer. Bei Alpin wechseln wir in den Staat Wyoming und übernachten am East Table Campground. Wir stehen erst spät auf und als wir noch mit Spülen beschäftigt sind, fängt es an zu schneien. Bis wir mittags aufbrechen wird es immer mehr aber es ist zum Glück nicht mehr weit bis zum Visitor Center des Grand Teton Nationalparks in Jackson. Dort erfahren wir, dass die Straße zum Yellowstone Nationalpark wegen des Schnees gesperrt ist. Es soll aber morgen wieder wärmer und schön werden. So übernachten wir auf einem freien Stellplatz an einer National Forest Road knapp außerhalb des Nationalparks. Um 22h schlägt dann unsere Batterie im Aufbau Alarm, da wir nur noch 20% Kapazität haben. Wir schalten alle unnötigen Verbraucher ab und gehen früh ins Bett. Am nächsten Morgen haben wir einen tollen Blick auf den Grand Teton im Sonnenaufgang. Das ist aber auch das einzig Positive an dem Morgen. Nachts waren es Minusgrade und die Heizung war aus. Erstmal muss Ralph den Generator ans Laufen bekommen, damit wir die Batterie wieder laden können. Das gelingt ihm erst, nachdem er die Zündkerzen ausgetauscht hat. Ich heize drinnen schon mal mit Teelichtern. Um 11h zeigen die Batterien dann an, dass sie heiß werden und wir schalten den Generator wieder aus. Zuerst beschließen wir, ein Stück zurück auf einen geöffneten Campingplatz zu fahren. Als die Zufahrt von unserer Seite aber gesperrt ist, machen wir nur ein paar Fotos von den Resten der Mormonensiedlung und fahren dann Richtung Yellowstone. Unterwegs haben wir immer wieder tolle Ausblicke auf den Grand Teton. Als wir in Yellowstone ankommen, erfahren wir, dass nur drei Campingplätze geöffnet sind. Sicherheitshalber stoppen wir auf dem Weg zum Visitor Center in Grant Village am Lewis Lake Campground und reservieren uns einen Platz. Im Visitor Center besorgen wir uns dann noch Unterlagen zu Wanderwegen an den verschiedenen besonderen Haltepunkten und wir kaufen nochmal Bärenspray. Eigentlich dachten wir, dass wir das nicht mehr brauchen, aber die Rangerin klärt uns auf, dass die Bären noch bis Mitte Dezember aktiv und im Moment sehr hungrig sind. Auf dem Weg nach Madison am Westeingang des Nationalparks halten wir mehrfach an, laufen kurze Wanderwege und sehen uns die vielen heißen Quellen und Pools mit kristallklarem Wasser und völlig unnatürlichen Farben an. Natürlich darf auch der Old Faithful nicht fehlen. Das ist einer der Geysire, die regelmäßig sehr zuverlässig ausbrechen. Die Ranger können die Zeit bis auf ca. +/- 10 Minuten vorhersagen. Als wir auf dem Campingplatz einchecken, erfahren wir auf Nachfrage, dass die Schnecke schon da ist. Die Wiedersehensfreude ist nach 3 Monaten natürlich groß und wir quatschen abends noch eine ganze Weile. Am nächsten Morgen werden wir auf eine Geduldsprobe gestellt. Wir brauchen für ca. 18 km knapp 3,5 Stunden. Der Grund war eine Bisonherde, die auf unserer Spur ebenfalls Richtung Norden unterwegs war. Danach schauen wir uns nur noch das Noris Basin an und fahren dann in Mammoth auf den Campingplatz. Christl & Werner sind schon da und haben einen Platz reserviert, auf den wir mit beiden Fahrzeugen stehen können. Bevor wir wieder Richtung Süden abdrehen, schauen wir uns noch die Mammoth Terrassen an. In Madison stoppen wir nochmal kurz an den Campingplatz um Frischwasser zu tanken (das war gestern nämlich eingefroren) und dann stoppen wir noch am Fountain Paint Pot. Da es aber sehr windig und kalt geworden ist, drehen wir dort nur eine kleine Runde. Am Old Faithful treffen wir dann das Schneckerl-Team wieder und gemeinsam fahren wir zum Lewis Lake Campground. Dort entdeckt Werner, dass im Feuerring noch Glut ist und es liegt auch noch reichlich Feuerholz auf dem Platz. So haben wir Ruck-Zuck ein typisches Campfire. Mit heißem Tee und Brownies und den von Christel gemachten Sandwiches halten wir es noch eine Weile am Feuer aus. Für den nächsten Tag steht nur eine kurze Etappe auf dem Program. Da uns in Colder Bay zu viel Verkehr ist, fahren wir weiter bis zu dem National Forest Stellplatz, auf dem wir schon auf der Hinfahrt gestanden haben. Unterwegs sehen wir einen Sprinter aus der Schweiz am Straßenrand, der uns schon drei Mal entgegen gekommen ist. Kurz entschlossen halten wir an und quatschen ein paar Minuten mit Lydia und André. (Wie wir später erfahren, sind die beiden ein paar Tage später in Salt Lake City mit defektem Motor gestrandet. Wir drücken euch die Daumen, dass ihr bald wieder unterwegs seid.) Abends stellt sich noch ein kleiner Iveco aus Rumänien auf den Stellplatz und wir unterhalten uns auch noch eine Weile mit Ioana und JP. Am Morgen ist wieder alles um uns rum eingeschneit, aber beide Fahrzeuge kommen ohne Probleme vom Platz. Nach einem letzten gemeinsamen Stop in Jackson am Visitor Center (nach 5 oder 6 Tagen endlich wieder WiFi) verabschieden wir uns dann wieder (vorerst) von Christl & Werner. Während es die beiden Richtung Salt Lake City zieht, wollen wir zum Arches Nationalpark.

English Version (no translation of German text)
We are now in Idaho and crossed another time zone. We drive on I-84 via Boise to Mountain Home and pass huge onion fields and hay stacks. At Mountain Home we switch onto Hwy 20 which provides us with a lot of awesome viewpoints. Meanwhile we realize that it is snowing in the mountains in the adjoining valley. We drive until we reach the campground at Crater of the Moon. In the morning we watch the video at the VIC and obtain the permit to enter the caves. Then we start the loop. We stop a couple of times for short hiking trails. The landscape is really impressive. It is said that the Apollo team trained here for the landing on the moon. After lunch we explore the caves. The first one is only accessible for a couple of meters. Then we hike through the Indian Tunnel all the way to the exit. Since the ceiling has come down at a couple of points there is a lot of light but we need to climb over the stones that have come down. We stay another night at the campground and then finally leave towards Yellowstone National Park. Via the Snake River Viewpoint we drive through initially pretty boring landscape with huge farms. Once we reach Hwy 26 it becomes more interesting again and along Palisades Dam we enjoy (again) a gorgeous Indian Summer. At Alpin we cross into Wyoming and stop at East Table campground. We get up late in the morning and while I’m still doing the dishes, it starts snowing. By the time we leave the ground is covered with snow but fortunately it is only a short drive to the Grand Teton visitor center in Jackson. The ranger tells us, that the only street to Yellowstone is closed due to the snow. However, they expect this to be only a short intermezzo and the road should be open again tomorrow. We continue through Grand Teton NP and stop at a National Forest Road which is just outside the boundary of the NP. At 10 pm we call it a day since our battery is running low on capacity. In the morning we have a glorious view of the sunrise over Grand Teton. However, this is the only positive thing for the time being. During the night it was freezing and our heating system wasn’t on due to the low battery. In order to start it again, Ralph needs to get the generator running so that we can charge the battery. He only manages after switching the ignition plug. Meanwhile I start heating the cabin with a couple of tea lights. Around 11 am we need to switch off the generator since the batteries are overheating. We plan to drive to the only open campground but end up at a closed road. So we only take a couple of pictures from the old Mormon dwelling and decide to try our luck in Yellowstone. Time and again we have awesome views of Grand Teton. At the Yellowstone fee station we learn that only three campgrounds are open. To be on the save side we stop at the one at Lewis Lake and reserve a site before we continue to the VIC in Grant Village where we pick up information about the various hikes and viewing points. We actually thought that the bears are already hibernating but are being told by a ranger that they are active until mid-December and currently are pretty hungry. Therefore we end up buying new bear spray as well. We continue towards Madison, close to the west entrance of the park, and stop for a couple of short hikes to see the hot pools with their incredible clear water and unnatural looking colors. Of course we don’t miss Old Faithful, one of the geysers that erupt repeatedly and predictably. The Rangers forecast the next eruption with a time range of +/- 10 minutes. When we check in at the campground we find that “Schneckerl“ is already there. After more than 3 months we have a lot of news to exchange and spend a long evening together. When we continue in the morning we need to be very patient since it takes us 3.5 hours to drive 18 kilometers (11 miles). The reason is a bison herd traveling north on the road. Once we passed them, we only have a short stop at the Noris Basin and then drive to the campground in Mammoth. Christl & Werner are already there and made a reservation for a site that we can share with both our campers. First thing in the morning we visit the Mammoth Terraces before we turn south again. On the way back we stop at the dumping station in Madison, which was frozen yesterday and at Fountain Paint Pot. Since it has become windy and cold, we only walk a short loop. At Old Faithful we meet the “Schneckerl-Team” again and together we check in at Lewis Lake campground. Werner realizes that the campfire is still smoldering and there is enough fire wood at the site. Within a couple of minutes he fully starts the fire again. With hot tea, brownies and sandwiches prepared by Christl we are comfortable at the fire for a while. The following day we only plan a short drive. Since there still is a bit of traffic in Colder Bay we continue to the National Forest site where we already stayed a couple of nights ago. On one of the parking areas we note a Sprinter from Switzerland that we already saw 3 times driving in the opposite direction and we stop for a short chat with Lydia and André. (As we heard later on, they are stranded in Salt Lake City with major motor issues a few days later. We keep fingers crossed that they’ll be on the road again soon). Towards evening a small Iveco from Romania joins us at the site and we chat for a while with Ioana and JP. In the morning everything is covered with a 10 cm layer of snow but both our campers manage to get out of the forest without issues. After a last stop together at the visitor center in Jackson (after 5-6 days we finally have WiFi again) we once again say goodbye to Christl & Werner for the time being. Whilst they are heading towards Salt Lake City our next destination is Arches National Park.

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Ralph Roessler Verfasst von:

4 Kommentare

  1. Mechthild und Walter
    09/11/2017
    Antworten

    3 Blogs, da haben wir uns erstmal nur die Bilder angeschaut, der Text muss warten.
    Immer wieder beeindrucken uns die Farbenspiele, das tiefe Blau, in verschiedenen Nuancen, die Spiegelungen im Wasser. Das herbstliche Gelb + Rot, der beginnende Schneefall.
    Eine Bisonherde auf der Straße, die man durch- bzw. umfahren muss ist bestimmt auch eine Herausforderung.
    Wir wünschen euch weiterhin Gute Fahrt

  2. Pim & Fred
    10/11/2017
    Antworten

    Mal wieder ganz tolle Fotos. Weiter so.

  3. Barbara
    12/11/2017
    Antworten

    so schone Bilder was ein Erlebnis es freut mich sehr dass es Euch gut geht .Viel Spass Barbara

  4. Angela
    13/11/2017
    Antworten

    Hallo Ute, hallo Ralph,

    während Eurer Schreibpause habe ich Euch sehr vermisst. Es ist so, als würde ich mit dabei sein- super Beschreibungen und Fotos.
    Viele Grüße! Angela von nebenan.

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